Endlich Sommer in Berlin und die unerwartete Hitzewelle brachte nicht nur die heißesten Trends ans Tageslicht, sondern auch jede Menge nackte Haut. Garniert mit ordentlich Glitzer und zum Teil Fake-Tattoos, flanierte nämlich jede Menge Frischfleisch auf der Bread & Butter umher. Doch bevor es zur Fleisch- und Trendbeschau ging, erklomm ich für euch „the rock“, um anschließend im Denim-Tempel einzukehren. Hier traf ich auch gleich auf auskunftsfreudige Vertreter von CYBEX. Der mehrfach ausgezeichnete Experte in Sachen Kindersitze und -wagen hatte sich für den Nachwuchs etwas ganz Exklusives überlegt (schade, dass Suri zu klein für diese Meisterwerke ist).
In Kooperation mit Lala Berlin wurde zum Motto der Messe „Denim“ gegriffen und die komfortablen Transportmöglichkeiten für die Kleinen im schicken Jeansstoff hergestellt. Besonderer Clou war hierbei noch das spacige Sternenmuster und die fesche Kombination mit strahlendem Silber. Gerne hätte ich mich geschrumpft, um mich in diesen präsentieren zu können, jedoch hat das auf die Schnelle leider nicht funktioniert. 
Ein Stückchen weiter wurde noch eifrig an Jeans genäht. Denham the Jeanmaker hatte seine guten Stücke bereits fix und fertig an Bügeln, die an weißen Scheren-Halterungen hingen, befestigt. Die Trends waren jedoch so frisch und exklusiv, dass ich sie leider nicht ablichten konnte. Festival, Zelte, Campen, Spaßhaben, so das Motto von Denham. Wer hier an Hippie-Kultur und Blümchen im Haar denkt, der hat weit gefehlt. Das Trendlabel hat sich etwas ganz Besonderes überlegt: So werden beispielsweise Parka aus recycelter Fliegerseide von Fallschirmen hergestellt. Kein Parka gleicht dem anderen, jeder ist ein Unikat und so wird man beim Erhalt des guten Stückes überrascht, in welcher Farbausführung man ihn erhält.
Für uns abwechslungsfreudige Mädels haben sich die findigen Köpfe hinter der Amsterdamer Marke auch etwas ausgedacht: Flexible Lederwesten, deren Ärmel nach Lust und Laune ausgewechselt werden können. Wenn das mal nicht das allmorgendliche Ankleidedrama noch mehr in die Länge zieht. Hier immer noch im Trend: Coated Denim. Die Jeans im Lederlook in hochwertigster Verarbeitung hergestellt und mit rockigem Touch am Leibe mag bei so manchem Label schon längst in die hinterste Ecke gerückt sein. Nicht so bei Denham. Hier glaubt man an die Kreation und der Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen …
Echte Hingucker hatte auch One Green Elephant in petto. Coloured Denim heißt hier der Stoff, aus dem Träume sind. Getreu dem Zungenbrecher „blue denim double dye“ werden hier wahre Kunstwerke rund ums Bein hergestellt, die Hosen haben innen eine andere Farbe als außen. So wird der sonst notgedrungene Umschlag der Jeans zum kessen Hingucker. Gute-Laune-Farbkombinationen und knallige Neon-Töne sorgen zudem für Aufsehen. Leider waren auch die fotoscheu und so trugen mich meine Füße zu Fornarina. Langhalsige Puppen mit barocken Frisuren und riesigen Hüten zauberten einem gleich ein Lächeln ins
Gesicht. Nude-Töne, Beerenfarben, feminine Schnitte und Blumen, zarte Spitze und Gold waren der Mittelpunkt der Kollektion. Alles viel ruhiger, als man es von Fornarina sonst gewohnt ist. Während man hier auch keine Fotos machen durfte, war man bei Kaporal in dieser Hinsicht offenherziger. Das Thema „Hawaii“ hat die 2003 gegründete Marke vollends ausgespielt. Eine Strandbar lud zum Verweilen und „Networken“ ein, während im hinteren Bereich die Kollektion präsentiert wurde. Ein Meer von Farben, die volle Ladung Army-Style und zarte Pastelltöne kleiden den sportiven Mann von heute ebenso wie wilde Muster und knappe Schnitte. Möge der Sommer niemals enden, kann man sich hier nur wünschen. Während man hier einen gemütlichen Plausch pflegen konnte, lud Hilfiger Denim gleich in seine ganz eigene heile Welt oder besser besagt auf die grüne Spielwiese. Dort tobte eine Schönheit nach der anderen herum, die sich mit Badminton-Spielen und anderen Aktivitäten, die Spaß machen, bei Laune hielten. Naf Naf ließ seinem Spieltrieb lieber bei den Kreationen freien Lauf. Tief romantisch, ultrafeminin und dennoch sehr mädchenhaft luden die
Kleidungsstücke in ihren zarten Farben und sogar teils knalligen Gelbtönen zum Träumen ein.
In puncto knallig trieb es jedoch eher rich&royal auf die Spitze. Neon rocks, sage ich da nur. Kombinationen wie Strick und Cotton, Nieten und Leder, aber auch Batik und Blumen schreien geradezu nach einer wilden Party auf Ibiza. Für die Stärkung danach wäre bei Monkee Genes gesorgt gewesen. Getreu ihrem Bananenlogo wurde die gelbe Frucht verteilt. Gestärkt ging es zu Friis & Company, einer Marke, bei der es einfach nie langweilig wird. Nach jeder Kollektion erfindet man sich stets neu, greift ordentlich in die Farbtöpfe und lässt Frauen mit Killer-Plateau-Sohlen nach den Sternen greifen. Aber auch Hippie-Batikmuster und Indianisches, Ethno-Style und Canvas mit Peace-Zeichen-Krönung machten Taschen- und Rucksackkreationen schöner. Der gekonnte Mix aus Leder und Pu, perforierten Variationen, genieteten Ecken und Nieten in Totenkopfform zeigten zudem die Vielfalt, in der sich Friis & Company gerne bewegt und ordentlich austobt. 
Ebenso vielfältig bewegt sich Blutsgeschwister wie eh und je durch seine märchenhafte Welt. Hinter jeder Kreation bzw. Kollektion steckt eine ganz eigene Geschichte und so ist es auch kein Wunder, was wir hier wieder vorfinden: A Farm full of Charme, How lovely to be a woman und Peisinoe’s Flüstern.
Auf der Farm begegnen einem mitunter lustig gemusterte Röcke, die bei genauerem Hingucken kleine
Schweine und anderes Getier offenbaren. Die Zeitreise in die Südstaaten lässt einen aber auch Sonnenuntergänge genießen, sich an Spitzendetails erfreuen und an anderen Mustern nicht sattsehen.
How lovely to be a woman ist eine Hommage an die Weiblichkeit. Verspielte Swinging Sixties, viel rosa und weibliche Schnitte schmeicheln der Figur, genauso wie High-Waist-Hosen und Schleifchen-Details. Doch da auch Frauen nicht nur ihre Weiblichkeit zur Schau stellen, sondern ab und an auch entspannen wollen, gibt es Hosen auch in weichen Stoffen und bequemen Schnitten.
Die Geschichte von Peisinoe’s Flüstern geht zurück auf die griechische Mythologie. Die besagt, dass alle hundert Jahre die schöne Meerjungfrau an Land kommt, um die Männer zu verführen. Dies gelingt ihr sicherlich mit Mustern in Muschelform, Ankerprints und Pailletten mit Wassertropfen-Anmutung.
Ich hoffe, ihr hattet Spaß mit meinen Eindrücken, morgen geht es weiter mit der PREMIUM.
Eure Alissia
Und hier noch ein paar Augenweiden







