brands4friends zum Anfassen – Heute mit unserem Foto-Still-Bereich

10. März 2012
brands4friends zum Anfassen – Heute mit unserem Foto-Still-Bereich

Im hintersten Teil unseres Fotostudios befinden sie sich, die kleinen Boxen, auch Arbeitsbereiche genannt, in denen Fotografen wie Paul und Jenny sich tummeln. Die Rede ist vom „Still“-Bereich, doch wer denkt, hier ginge es ruhig zu, der irrt.

Schon morgens schallen einem dumpfe Bässe entgegen und auch in der ehemaligen Küche, wo nun die Bügel-Crew platziert ist, dröhnen fröhlich freche Hits, eben das Beste von heute und gestern, aus dem Radio. Dazu bewegt Ruth gar rhythmisch, als stünde sie am DJ-Pult, ihr Bügeleisen und bringt so galant Tischdecken und Bettwäsche in Form. Neben ihr sitzt eine Praktikantin, ich habe ihr den Namen „das Pokerface“ gegeben. Sie verzieht keine Miene, auch wenn sie 100 Taschen am Tag stopft, damit diese wohlproportioniert den Fotografen vorgelegt werden, ganz egal, ob die Finger danach schwarz vom Zeitungspapier sind oder wund von all den Reißverschlüssen, die geschlossen werden mussten. Auch die anderen fleißigen Helferlein schlagen sich tapfer und wenn mal Not am Mann ist, stürmt auch so manche Stylistin in die Bügel-Area, um ihrem Team zur Seite zu stehen. Ist eben eine richtig kleine Familie, das Fotostudio.

 

brands4friends zum Anfassen – Heute mit unserem Foto Still Bereich

Derweil stellt Jenny mit gewohnter Lässigkeit und mit Unmengen von privaten Anekdoten auf den Lippen ihre Spiegelreflexkamera ein, stürmt noch mal zu ihrem Arbeitsplatz, wo sie die Tasche so positioniert, dass sie genauso dasteht wie eine Minute zuvor. Doch irgendwie scheint doch alles anders als es vorher war. An dem Licht wird noch mal gefeilt, dann die passende Musik aufgelegt und los geht’s. Doch wer glaubt, dass diese Models nicht rumzicken, der irrt. So manche Tasche entpuppte sich schon als kompliziertes Wesen, mit Trägern, die nur zu gerne ihre Form verloren, auch wenn man sie an Fäden hängte. Auch Kindermode gehört zu den Stücken, die hier abgelichtet werden. Hier gehört auch allerlei Fingerspitzengefühl dazu, Kleidchen und Co. so schmackhaft aussehen zu lassen, dass sich die Kids am liebsten gleich reinstürzen würden.

Doch was ist das, plötzlich herrscht Unruhe in den Boxen, plötzlich ist eine Aktion verschoben worden, neue Ware kommt rein und die hat es wahrlich in sich. Als Foto-Praktikant Arne den Bereich betritt, stockt allen den Atem: Er hält glänzenden Schmuck in Händen. Er strahlt so sehr, dass sich die Sonnenstrahlen drin spiegeln und den ganzen Raum erhellen.

Jenny muss schlucken. Nun heißt es Taschen runter vom Podest, Pappe holen, Hintergrund drapieren, Reflexionen im Zaun halten … der ewige Kampf, den das Team nur zu gut von Schmuck-Aktionen kennt.

Nach gefühlten hundert Jahren Schmuck, Taschen, Bettwäsche und Kindermode hört man ein Klirren im Studio – die Jungs und Mädels stoßen mit Eisgekühltem auf diesen Tag an. „So und nun noch in die Karaoke-Bar oder Kickern in meiner Stammkneipe“, hallt es durch den Raum und schwupps sind sie weg und geblieben sind nur ihre Boxen, in denen sie sich morgen wieder einfinden werden, um wieder auf- und abzubauen, Licht zu rücken, zu positionieren …