Camper

In vierter Generation

Camper

Die Firma Camper wurde 1975 gegründet und entstand aus einer bis 1877 zurückreichenden Familientradition der mallorquinischen Familie Fluxà. Firmengründer war Lorenzo Fluxà, Firmensitz ist Inca auf Mallorca, wo auch ein Fabrikverkauf unterhalten wird.
1981 wurde das erste firmeneigene Geschäft in Barcelona eröffnet, ab 1982 erfolgte die europaweite Expansion mit weiteren Filialen in den europäischen Metropolen. Heute befindet sich das Unternehmen bereits in vierter Generation in Familienhand.
Der Firmenname bedeutet im mallorquinischen soviel wie „Bauer“, denn die mit ausgedienten Autoreifen besohlten Schuhe der Inselbauern dienten dem Firmengründer als Inspiration für das erste Camper-Modell. Markenzeichen von Camper ist das Sohlenprofil mit überdimensionalen Noppen, die abgerundete Form und die gedeckten Farben.
Als Camper mit der Produktion begann, gab es ein entscheidendes Problem: Niemand wollte die Camper Schuhe haben. Nach einigen Jahren konnte sich das unmögliche Schuhhaus aus Mallorca zumindest auf dem spanischen Festland etablieren. Ende der Achtziger war Camper dort die umsatzstärkste Schuhmarke. Als jedoch immer mehr internationale Schuhkonzerne auf den spanischen Markt drängten, entschied sich Fluxá, ins Ausland zu gehen. 1992 wurden in Mailand, Paris und London die ersten Camper-Stores außerhalb Spaniens eröffnet. Dort wiederholte sich die enttäuschende Erfahrung der Anfangsjahre: Kaum jemand interessierte sich für die Schuhe.

Per Zufall zum Erfolg bei Camper

Dann kam 1998 über Nacht der Erfolg, den sich bis heute niemand so recht erklären kann. Möglicherweise war es eine Gruppe junger Japaner, die aus einer Laune heraus im Urlaub mehrere Dutzend Camper- Schuhe kaufte und nach Japan mit nahm.
Die Verkäufe stiegen in die Millionenzahlen, vor allem aufgrund der plötzlichen Nachfrage aus Japan, und verdoppelten sich seitdem mehrfach.
Im Oktober 1999 landete Chinas Präsident Jiang Zemin zu einem Staatsbesuch auf dem Flughafen in Lyon. Was die französische Presse jedoch mehr diskutierte als die politischen Statements, waren Zemins Schuhe! Merkwürdige, clowneske schwarze Treter, die ein wenig an Sportschuhe der dreißiger Jahre erinnerten. Es waren, wie einige Zeitungen verwundert feststellten, „die gleichen Schuhe, wie sie derzeit junge trendy Pariser tragen“. Andere Zeitungen wussten, dass es sich um die „Camper Schuhe Pelotas“ handelte.
Der Firmeninhaber beschreibt seine Schuhmode folgendermaßen: „Camper steht für Fantasie, Verwurzelung, Komfort und ein bisschen Humor. Ob Damenschuh oder Herrenschuh Camper sind Schuhe, die Leute vom Land für Menschen in der Stadt gemacht haben. Und das sieht man ihnen an. Camper bedeutet Bodenständigkeit, Tradition, Nostalgie.“

Bis heute stellt die Marke in der ganzen Welt beliebte spanische Herrenschuhe her.