Modelexikon – Lexikon für Mode Bekleidung Textilien

Paisly, Jodhpur-Hose, Mercerisieren… Worte, die Fragen aufwerfen. „Hilfe, ich benötige ein Modelexikon“, denkt der ein oder andere. brands4friends bringt Licht ins Dunkel und sorgt mit seinem etwas anderen Fremdwörterbuch für Aufklärung. Wusstet ihr beispielsweise, dass Glencheck ein traditionelles Stoffmuster ist, das aus einem feinen Karomuster besteht, über welches ein weites, kontrastreiches Überkaro läuft? Die klassische Musterung ist übrigens aus den schottischen Clantrachten »Glen« entstanden und wird in Österreich auch als »Esterhazy« bezeichnet. Richtig, das Glencheck-Muster entdeckt ihr vorwiegend bei Hemden und Herrenanzügen. Seht ihr, das Modelexikon hilft euch künftig dabei, überall mitreden zu können. Testet euer Modewissen und begebt euch auf die Suche nach interessanten Erläuterungen.

Cocktailkleider

30. Januar 2012

Im Cocktailkleid eine Ikone
Es gibt Menschen, die bis zu 66.000 Euro zahlen, nur um eben genau das Cocktailkleid von Givenchy zu besitzen, in dem Audrey Hepburn leichtfüßig über die Leinwand tänzelte. Mit keiner anderen Schauspielerin ist das figurbetonte, maximal bis zur Wade reichende Kleid so eng verbunden wie mit der  grazilen Schauspielerin. Vielleicht auch deswegen, weil das im Vergleich zum Abendkleid legerer getragene Cocktailkleid so vortrefflich zu dem Charakter der Hepburn passte – zu  ihrer Verträumtheit, dem kindlichen Trotz und ihrem mädchenhaften Charme. Irgendwie schaffte sie es in diesem Outfit immer, ganz Diva zu sein.

Eine Erfindung der Marke Chanel?
Fast tritt hinter das glamouröse Idealbild der Schauspielikone die Person in den Hintergrund, die das kleine Schwarze publik machte und kurzerhand zum Trend erklärte. Keine Geringere kann es gewesen sein als die französische Modedesignerin Coco Chanel, oder doch nicht? Seit seiner Bildveröffentlichung in der Vogue 1926 als schickes Abend- und Ausgehkleid gerühmt, scheiden sich die Geister, wer es denn tatsächlich kreiert habe.  Ist es tatsächlich Coco Chanel gewesen oder geht es, wie Karl Lagerfeld annimmt, doch eher auf die Trauerkleider in der Zeit des Ersten Weltkriegs zurück? Es ist wirklich höchste Zeit, dieses spannende Kapitel der Modegeschichte wieder aufzurollen! Es ist das Naturell eines Kleides, Rätsel aufzugeben. Und gerade das, was sie verhüllen, ist umso aufregender aufzudecken.

Ein Cocktailkleid, so wandelbar wie  ein Chamäleon
Wandelbar wie die Figur ist auch der Charakter dieses zeitlosen und facettenreichen Kleides. Es besteht keine Gefahr, darin fein gemacht auszusehen. Je nach Anlass lässt sich der Look dementsprechend variieren. Mit Peeptoes, Keilsandalen oder flachen Ballerinas zur Party, mit Abendtäschchen und schwindelhohen Stilettos direkt hineinspaziert in das Nobelrestaurant am Kurfürstendamm. Schon lange hat sich sein Farbspektrum erheblich erweitert: Beyoncé trägt es in königlichem Blau, Eva Mendes in feurigem Rot und Teri Hatcher in kapriziösem Violett.  Cocktailkleider sind mal schlicht und vornehm hochgeschlossenen, mal sexy mit tiefem Dekolleté  und taillierten Schnitten, mal verspielt mit Rüschen, Raffungen, Volants, Spitzen, Drapierungen und floralen Mustern. Es gibt fast keinen Anlass, zu dem ein Cocktailkleid nicht passen würde. Es sei denn, ein Dresscode wird gefordert, denn eines sind Cocktailkleider nicht: Abendroben.

Ab 07. Januar: Fashion New Year – Das muss gefeiert werden!

7. Januar 2012
Wie schnell das immer geht: Gerade noch war Sommer, dann schon Weihnachten und nun ist es da, das neue Jahr. Kein Grund Trübsal zu blasen.Weiterlesen

Glencheck

13. Februar 2009
Bezeichnung für ein traditionelles Stoffmuster. Es besteht aus ein feinem Karomuster, über das ein weiteres, kontrastfarbenes Überkaro…Weiterlesen

Paisley

Bezeichnung für ein abstraktes Stoffmuster, das in seiner Grundform ein Blatt darstellt und an dem spitz zulaufenden Ende wie ein großes…Weiterlesen

Jodhpur-Hose

16. Januar 2009
Die Jodhpur ist eine knöchellange Reiterhose mit ausgestellten Oberschenkelpartien. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den polobegeisterten…Weiterlesen

Seersucker

Bezeichnung für ein bestimmtes Baumwollgewebe, das aus teils glatten, teils gerafften Stoffpartien besteht. Der Name spielt darauf…Weiterlesen

Leavers Spitze

Leavers Spitze wird im Unterschied zur handgefertigten Guipure-Spitze maschinell gefertigt. Sie ist benannt nach dem Engländer John…Weiterlesen

Pelerine

7. Januar 2009
Pelerine ist ein Umhang, der nur die Schultern und Oberarme bedeckt. Ursprünglich war die Pe­lerine der Schulterkragen der Pilger…Weiterlesen

Mercerisieren

17. Dezember 2008
(auch "Merzerisieren", Erfinder: J. Mercer) bezeichnet die Veredelung von Baumwollerzeugnissen zur Erhöhung des Glanzes, des Farbstoffaufnahmevermögens,…Weiterlesen
So mancher Modebegriff hat mir schon zusätzliche Denkfalten beschert. Sie geben einfach Rätsel auf. Manchmal suche ich aber auch nach einem bestimmten Begriff, um ihn in einem Blogbeitrag zu verwenden. In solchen Momenten wünsche ich mir einen Duden für Mode herbei, der in diesem Bereich Klarheit schafft. Solch einen Duden gibt es glücklicherweise in unserem Magazin! Das Modelexikon birgt Begriffe wie Paisly, Jodhpur-Hose, Mercerisieren und andere, die im ersten Moment Fragen aufwerfen. Das Modelexikon bringt Licht ins Dunkel und verschafft nicht nur mir einen besseren Durchblick, sondern sicherlich auch euch. So habe ich schon viel vom Modelexikon lernen können. Wusstet ihr zum Beispiel, über welches Muster ein weites, kontrastreiches Überkaro läuft? Die klassische Musterung ist übrigens aus den schottischen Clantrachten »Glen« entstanden und wird in Österreich auch als »Esterhazy« bezeichnet. Richtig, das Glencheck-Muster entdeckt ihr vorwiegend bei Hemden und Herrenanzügen. Bildet auch ihr euch in Sachen Mode weiter, denn man lernt auch in diesem Bereich einfach nie aus. Und ich muss zugeben, es macht richtig Spaß!