Trends zu karikieren und durch märchenhafte Ideen zu vollenden war das, was Franco Moschino, der Gründer des Labels, immer wollte.
Nach seinem Studium an der Kunsthochschule arbeitete Franco zunächst als Illustrator für Modezeitschriften. Darauf folgten elf Jahre als Skizzenzeichner bei Gianni Versace und weitere Jahre als Designer für Giorgio Armani, bis Moschino 1983 seine Marke Moonshadow S.p.A. gründete.
Die erste Moschino Kollektion erschien 1983 und sorgte für Furore in der Modewelt. In den folgenden Jahren kamen die Linien Moschino Cheap & Chic (Women), Moschino Men, Moschino Jeans, Underwear (Men), Lingerie (Women), Moschino Mare (Beachwear for Women & Men), Moschino Bambino (Children), Parfüms und eine gesamte Accessoires-Palette hinzu.
Originalität war und ist das Markenzeichen von Moschino.
Gebratene Eier oder Windmühlen aus Plastik als Knöpfe für klassische Blazer, Teddy-Bären als Hut-Modelle oder Tops nur durch goldene Sicherheitsnadeln zusammengehalten, das war der “crazy chic” von Franco Moschino.
Provokativ und engagiert mit Moschino
Slogans wie “Warning: Fashion shows can be dangerous to your health”, “Good taste doesn¹t exist” oder “Ready to Where?” erregten. Moschino ließ Greisinnen über den Laufsteg schleichen, hüllte die Models in Lumpen oder ließ sie als Nonnen und Huren gestylt auftreten. Einmal verteilte er vor dem Catwalk-Happening Tomaten und forderte die Besucher auf, sie auf jene Stücke zu werfen, die ihnen nicht gefielen.Und immer wieder trat der Meister himself in den Kampagnen auf: Mal als kleiner Bub, mal mit blonder Perücke oder in Strapsen. Die Botschaft war stets klar: “Nehmt euch selber und den ganzen Zirkus nicht allzu ernst.”
Stars wie Madonna, Janet Jackson, Jim Carey, Sheryl Crow, Matt Dillon und Nicole Kidman trugen und tragen Kleider aus dem Hause Moschino.
Franco Moschino war das enfant terrible des internationalen Mode-Zirkus, zugleich Umweltschützer, Menschenrechts-Aktivist und unermüdlicher Kämpfer gegen HIV und AIDS.
Aus gutem Grund: selbst mit dem tödlichen Virus infiziert, starb der Designer 1994 und hinterließ der Welt neben seiner einmaligen Mode und einem nach wie vor erfolgreichen Label auch eine eigene Stiftung, an die noch heute der Großteil der Firmenumsätze geht.
Moschino-Produkte wie die heissbegehrten Moschino Kleider, Schuhe, Uhren und Parfums werden heute weltweit in 3.500 Shops verkauft, davon 24 Mono-Brand-Stores und 31 In-Store-Boutiques wie etwa bei Barney´s New York, Harvey Nichols London oder bei Isatan in Tokio. Moschino Jeans wurde 2007 umfirmiert in “Ilove Moschino“. Zu dem Label gehört auch der Duft „i Love“, genauso wie die Moschino Damenuhr „Time for Shopping“.
Nicht so weit verbreitet wie die Sonnenbrillen selbst ist das Wissen, dass es eben diese Mischino Sonnenbrillen gibt. Neben dem Schmuck und den Moschino Taschen sind sie eines der Produkte, die immer wieder für Aufsehen sorgen.







Regina Potempa am 12. Juli 2011
Silvio Tossi, wie geil ist das,
ob an der Hand die Tasche oder
die Moneten im Portmonaie,
ich flipp aus, wenn ich die coolen Sachen sehe.