„Tschick“ ab 15. September im Kino

Mit dem neuen Film „Tschick“ kommen zwei spannende Namen zusammen. Einmal der großartige Autor Wolfgang Herrndorf, der tragischerweise im Jahre 2013 viel zu jung verstorben ist. Von ihm stammt allerdings nicht nur der Bestseller „Tschick“, der im Rowohlt Berlin Verlag erschienen ist, sondern unter anderem auch seine sehr privaten Aufzeichnungen „Arbeit und Struktur“. Auch andere Romane wie z. B. „In Plüschgewittern“ oder „Sand“ sind sehr lesenswert.

 

Fatih Akin mit Anand Batbileg und Tristan Göbel

© Studiocanal – Fatih Akin mit Anand Batbileg und Tristan Göbel

 

Herrndorf trifft auf den Hamburger Regisseur Fatih Akin, dessen Filme („The Cut“, „Soul Kitchen“ oder „Gegen die Wand“) man jedes Mal sehnsüchtig erwartet. Hier treffen die manchmal klug und absurd geschriebenen Dialoge auf den Regisseur, der ihnen mit seinem großen norddeutschen Humor begegnet und genau weiß, wie er sie inszenieren muss.

 

 

Worum geht es in „Tschick“?

Tschick heißt eigentlich Andrej Tschichatschow und wird gespielt von dem absolut überzeugenden Anand Batbileg. Tschick und Maik (Tristan Göbel) sind die klassischen Außenseiter und entscheiden sich, den Schönen und Coolen ihrer Schule den Rücken zu kehren und in den gerade beginnenden Sommerferien ihr eigenes Ding zu machen. So geht das Roadmovie los und wir dürfen dabei sein, wenn die beiden Jungs in ihrem gestohlenen Lada unterwegs von einem kleinen ins nächste größere Abenteuer schlittern.

 

Party-Auftritt in "Tschick"

© Studiokanal – Anand Batbileg und Tristan Göbel

 

Tschick-Szene: Maik mit Sonnenbrille

© Studiokanal – Tristan Göbel

 

Der beste Sommer von allen!

Ganz wie es bei einer klassischen Coming-of-Age-Geschichte üblich ist, entführt uns „Tschick“ zurück in die Zeit, als das Handeln der Erwachsenen völlig unverständlich war und alles einfach wurde, wenn man erst im Auto saß und die Landschaft an sich vorbeirauschen sah. Am besten natürlich mit Musik. Viele Worte wechseln die Jungs nicht miteinander, aber wenn sie sich unterhalten, dann amüsieren den Zuschauer besonders ihr Gebaren als Halbstarke und ihr gleichzeitiges Halbwissen und ihre Naivität.

 

Maik und Tschick sitzen auf dem Lada im Maisfeld

© Studiokanal – Anand Batbileg und Tristan Göbel

 

Wer ist Isa?

Nach anfänglichen Berührungsängsten freunden sich die Jungen Tschick und Maik mit dem Mädchen Isa (Mercedes Müller) an, das sie zufällig auf einer Müllhalde kennenlernen. Fortan sind sie zu dritt unterwegs, aber nicht bevor sie das miefende Mädchen ins Wasser schubsen… und gleich hinterherspringen.

 

Isa, Maik und Tschick beim Baden

© Studiokanal – Anand Batbileg und Tristan Göbel

 

Auf einem Felsen sitzend mit der ostdeutschen Landschaft zu ihren Füßen, versprechen sie sich, nach 50 Jahren an diesen Ort zurückzukehren. Wolfgang Herrndorf kann uns leider keine Fortsetzung schreiben und so bleibt offen, wie dieses Wiedersehen wohl aussehen mag. Vor seinem Tod widmete er sich aber Isas Geschichte. In dem angefangenen und nicht vollendeten Roman „Bilder deiner großen Liebe“ schildert er die Fortsetzung aus Isas Perspektive.

 

Jungs liegen auf dem Lada-Dach

© Studiokanal – Anand Batbileg und Tristan Göbel

 

Der Film läuft ab morgen im Kino und ist sehr zu empfehlen! Viel Spaß im Kino!

 

Die drei Freunde von "Tschick"

© Studiokanal – Anand Batbileg, Tristan Göbel und Mercedes Müller

 

Lada geparkt zwischen Kühen

© Studiokanal – „Tschick“

Helen

… schreibt gerne über Filme, Bücher und Kultur und arbeitet an eigenen Drehbuch- und Schreibprojekten. Neuerdings ist sie Sängerin ... mehr

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