3 Tipps für deine Interior-Goals

Wie schön ist das Gefühl, zum ersten Mal seine eigenen (gemieteten) vier Wände zu betreten? Der Zauber des Neuen glitzert gemeinsam mit den Staubkörnern in den hereinschauenden Sonnenstrahlen. Und man nimmt sich ganz fest vor, diesmal alle Ideen für die Traumwohnung umzusetzen. Doch nach Wochen und Monaten des Auspackens und Einräumens des Ausgepackten, des Renovierens und Erledigens, da heißt es erstmal froh zu sein, das Wichtigste erledigt zu haben. Noch ein paar Monate oder vielleicht sogar Jahre später kommt der nüchterne Blick auf die vier Wände und die harte Tatsache, dass man ihnen nicht das wundervolle Gewand geschneidert hat, das man sich dafür vorgestellt hat. Hinzu kommt Social Media mit unzähligen Interior-Inspos, Einrichtungs-Experten und selbsternannten Heimwerker-Profis, die das schlechte Gewissen und den Traum von den Interior-Goals wiederbeleben. Hier nun die gute Nachricht: Auch ohne große Neuanschaffungen und Renovierungsarbeiten lässt sich das Zuhause zum Pinterest-tauglichen Lieblingsort machen. Mit drei einfachen Ansätzen geht das ganz schnell – und lässt sich mit ebenso wenig Aufwand immer wieder aufs Neue verändern.

Ins richtige Licht rücken

Helle Räume am Tag, lauschiges Licht am Abend – Natürlicher Lichteinfall und zusätzliches Licht durch Lampen sorgen für eine einzigartige Lichtstimmung im Raum. Wer mit großen Fenstern und Tageslicht gesegnet ist, kann am Abend mit warmem, gedämmtem Licht gemütliche Stimmung in den Raum bringen – indirekte Beleuchtung ist hier das Zauberwort. Die Faustregel für ein optimales Lichtkonzept besagt, dass drei Lichtquellen zusammen die optimale Beleuchtung ergeben. Eine im Hintergrund, eine für Akzente und eine zielgerichtete Arbeitsleuchte. Alles zusammen sorgt für Stimmung, verleiht dem Raum Charakter und bietet optimale Lichtverhältnisse für die jeweiligen Raumanforderungen.

Neben dem Aspekt der Helligkeit und Beleuchtung im Allgemeinen können Lampen und Lampenschirme wahre Kunstwerke sein. Passend zum Einrichtungsstil dürfen es mal minimalistische Edison-Birnen umhüllt von zarten Glasschirmen sein oder große Deckeninstallationen für die geräumige Altbau-Wohnung. Bei den Leuchtmitteln solltest du immer darauf achten, dass sie der Zweckmäßigkeit des jeweiligen Raumes dienen. Im Schlafzimmer darf es gediegener sein, die Küche sollte zum Beispiel viel Licht zum Arbeiten hergeben.

Farben nach Lust und Laune

Jedes Jahr zeigen uns Pantone & Co., welche Farben nun in den Kleiderschrank – und auch an die Zimmerwände dürfen. Klar, dass du deine Wände nicht jedes Jahr umstreichen möchtest, dennoch können auch hier Accessoires und Textilien wegweisend sein. Wer sich wagt, die Wände farbig zu gestalten, sollte sich vorher ein oder besser noch zwei bis drei Farbkonzepte überlegen, die mit der ausgewählten Nuance funktionieren. Schließlich braucht jeder mal einen Tapetenwechsel und das kann auch ganz ohne Tapeten wechseln funktionieren. Kleine Accessoires wie Vasen, frische Schnittblumen, Übertöpfe, aber auch Bucheinbände und Interior-Klassiker wie Bilder, Teppiche, Vorhänge und Kissenbezüge verpassen einem Raum einen neuen Anstrich.

Überlege dir vorab, welche Farben und welche Stimmung im Raum vorherrschen sollen. Ruhiges Blau oder ausgleichendes Grün? Wer es gerne clean und ganz ohne Farben mag, ist mit der Variante in All-white richtig und kann auch hier mit verschiedenen Creme- und Beige-Schattierungen spielen. Wenn es doch mal bunter werden darf, können farbenfrohe Obstkörbe und bunte Blumensträuße einen temporären Farbklecks reinbringen.

Rein ins Grüne

Ganz plötzlich kamen sie vor ein paar Jahren zurück an die Interior-Oberfläche: Pflanzen –soweit die Wohnfläche reicht. Ob Gummibaum, Monstera oder Sukkulenten-Horten, sie alle sind wieder da und sorgen für Leben in den vier Wänden. Blumen-Ampeln, extravagante Blumentöpfe und ganze bewucherte Wände halten Einzug und sind mehr Teil des gesamten Raumkonzepts als bloße Dekoration. Kleinere Pflanzen finden sich entweder in Grüppchen auf Regalbrettern oder Kommoden wieder und sind in Kombination mit Bildern und anderen Deko-Elementen angenehm fürs Raumklima. Wuchernde, von der Decke hängende Pflanzen machen aus der Wohnung einen urbanen Dschungel.

Ob es nun hängende Gärten werden sollen oder ein edles Feigenbäumchen als Eyecatcher hängt natürlich nicht nur von der Wohnungsgröße, sondern auch vom grünen Daumen ab. Für alle, die sich kaum um einen pflegeleichten Kaktus kümmern können (oder wollen), gibt es auch noch die Variante, einzelne große Blätter in Szene zu setzen. Plastikblumen gelten nach wie vor als No-Go, stattdessen sind Trockenblumen absoluter Trend. Große Blumenköpfe oder lange Gräser funktionieren getrocknet genauso gut wie frisch und brauchen kaum Pflege, lediglich das Abstauben fällt gelegentlich an.

Du möchtest etwas in deinem Zuhause verändern, weißt aber gar nicht so richtig, in welche Richtung es gehen soll? Dann fang doch erstmal beim Aus- und Aufräumen an. Häufig sammeln sich über die Zeit unnötige oder überflüssig gewordene Gegenstände an. Ist all das erstmal entsorgt, wird eine Menge Platz frei, wodurch wieder Raum für neue Inspiration entsteht. Wie du dein Zuhause strukturiert aufräumst und diese Ordnung auch behältst, erfährst du in unserem Artikel Aufräum-Tipps für den Frühjahrsputz.