Adieu Küchen-Chaos – so bringst du Ordnung rein

Kaum ein anderer Raum schafft es in so kurzer Zeit von Hochglanz zu Komplettchaos wie die Küche. Selbst nach einem Großputz kann ein selbstgekochtes Dinner das Tageswerk in ein Schlachtfeld verwandeln. Aber wir haben auch gute Neuigkeiten für alle, die gerne mal wieder eine saubere Küche für mehr als 24 Stunden haben möchten, ohne die ganze Zeit putzen zu müssen: Ordnung mit System ist die Zauberformel. Und wie du sie richtig anwendest, verraten wir dir in diesem Artikel.

Alles auf seinen Platz

Wer braucht eigentlich fünf verschiedene Dosenöffner und Tupperdosen ohne passenden Deckel? Und hab ich diese 20-Kräuter-Gewürzmischung jemals verwendet, die seit Monaten abgelaufen ist? Wenn wir uns mal in die Tiefen der Küchenschubladen begeben, kommen so einige Kuriositäten zum Vorschein. Und auch wenn der Trend zum Minimalismus vielleicht schon in manchen Lebens- und Wohnbereichen Einzug gehalten hat, ist die Küche gerne mal ein blinder Fleck.

Dabei sammeln sich gerade in der Küche besonders viele Sachen an, die zum Großteil gar nicht dorthin gehören. Batterien, Hausschlüssel oder Post liegen gerne mal in der Küche herum, obwohl sie hier keinerlei Funktion haben. Und damit kommen wir auch schon zur ersten Regel: Gib jedem Gegenstand einen festen Platz. Und das am besten an einem Ort, der auch Sinn ergibt. Oder was haben die Autoschlüssel im Kühlschank zu suchen? Und letztlich kommen wir damit auf genau drei Kategorien, die in der Küche ihr Zuhause finden:

  • Besteck & Geschirr
  • Küchengeräte Kochutensilien
  • Lebensmittel

Ausgeräumt ist halb aufgeräumt

Damit wird nun auch klar, welche Gegenstände alle keinen Platz in der Küche finden sollten. Und hiermit kommt dann auch schon der nächste Schritt, nämlich das Ausräumen. Stimm dich schon mal darauf ein, indem du alles aus der Küche rausholst, was dort nicht hingehört. Und danach geht’s ans Eingemacht (im wahrsten Sinne): Trenn dich von allen Gegenständen, die kaputt, unvollständig oder schlichtweg überflüssig sind, und entsorge verdorbene Lebensmittel.

Bei vielen wird nun sich nun schon ein sichtbarer Erfolg einstellen. Und wenn das Gröbste rausgefiltert wurde, kannst du dich nun auch an den Feinschliff machen. Das bedeutet, die Dinge gehen zu lassen, die du kaum nutzt, die keine Funktion für dich haben oder die dir einfach nicht gefallen. Ein selten benutztes Teeservice darf auch einfach in den Keller und muss nicht gleich entsorgt werden. Ein Küchengerät, das nie benutzt wurde und auch nicht gebraucht wird, sollte hingegen eher den bzw. Besitzer:in wechseln. Entscheide dich bewusst für oder gegen jeden Gegenstand und behalte so den Überblick darüber, was du alles hast.

Little Boxes

Wenn nun alle Schubladen und Regale leer sind, geht es wieder ans Einräumen – aber natürlich mit System. Wo was hin kommt, ist selbstverständlich ganz dir überlassen. Wichtig ist vor allem, dass du und deine lieben Haushaltsmitglieder wissen, wo sich was befindet. Daher ergibt es Sinn, die Gegenstände entsprechend ihres Einsatzes zu sortieren. Beispielsweise Tassen und Gläser beim Geschirr oder Besteck bei Küchenutensilien wie Kochmesser, Sparschäler etc.

Doch hier spielt nicht nur das Wo eine Rolle, sondern natürlich auch das Wie. Besonders kleine Gegenstände wie Teigschaber, Korkenzieher und Co. sollten in Schubladeneinsätzen oder Boxen ihren Platz finden. Gewürze, Tees oder trockene Lebensmittel wie Reis und Pasta kommen in Gläser, Dosen oder Vorratsbehälter. Trenneinsätze für Schubladen sorgen schnell und einfach für Ordnung ebenso wie Boxen für lose Gegenstände wie Plastiktüten. Pfannen und Töpfe sollten ineinander gestapelt werden, um möglichst platzsparend verstaut zu werden. Auch leichte Küchengeräte wie Wasserkocher, Brotschneidemaschinen etc. sollten in Schubladen geräumt werden. So bleibt die Arbeitsfläche frei und die Küche wirkt sofort ordentlich und aufgeräumt, wenn nichts mehr herumsteht.

Ordnung in 3, 2, 1

Wenn deine Küche von allem Unnötigen befreit ist, hat auch das Chaos keine Chance mehr. Damit das auch im meist stressigen Alltag so bleibt, gibt es ein paar Tipps, um die Ordnung beizubehalten.

  1. Die wohl einfachste und effektivste Regel lautet: Stelle immer alles an seinen Platz zurück. Klingt simpel und ist es eigentlich auch. Denn jetzt, wo jedes Gerät und jeder Gegenstand einen festen Ort haben, ist das nur noch ein kleiner Handgriff.
  2. Mit der zweiten Regel schaffst du dir kleine Inseln, wenn es mal wieder chaotisch wird: Halte den Esstisch frei. Der Tisch wird damit zur Tabuzone für Krimskrams, benutztes Geschirr und Ähnliches. So hast du eine Baustelle weniger, wenn sich alles auf der Arbeitsfläche stapelt, und du weißt ganz genau, wo du anfangen sollst.
  3. Da die Küche in täglicher Benutzung ist, gehört auch das Ordnungmachen zu den regelmäßigen Aufgaben. Der dritte Tipp ist also: Schaffe dir eine Routine. Wer einmal im Monat durch seine Lebensmittelvorräte geht, erspart sich ein großes Aussortieren, wenn alles überquillt. Wer neuen Gegenständen gleich einen neuen Platz gibt, statt sie erstmal stehen zu lassen, behält auch langfristig die Ordnung.