How to Bauchtasche

Bauchtaschen polarisieren, nicht jeder findet sie schön. Eins sind sie aber sicher: saupraktisch. Und da neben den Trends der 80er, 90er und 00er Jahre Funktionalität und Nutzen unser modisches Erscheinungsbild weiterhin stark definieren, hat sich auch die Bauchtasche unausweichlich etabliert. Unsere Typologie der Träger dieses absoluten Key-Pieces lest ihr hier.

Blogger

Wer was auf sich hält, trägt die Bauchtasche in der High-End-Version von Luxusmarken (die natürlich aus eigener Tasche gezahlt wurde!). Während praktisch veranlagte Zeitgenossen dazu übergegangen sind, die kompakte Tasche crossbody über der Schulter zu tragen, um schnellstmöglich alles griffbereit zu haben, steht hier das Gesehenwerden im Vordergrund: Unübersehbares Branding der liebsten Luxusmarken tragen Influencer gern prominent um den Bauch. Ist ja auch eine der besten Werbeflächen am eigenen Körper, keine Frage. Und zaubert noch dazu eine Kardashian-Taille, wenn man sie nur eng genug schnürt.

Hippie

Edelsteine, Heilkräuter, ätherische Öle,Tarotkarten und der eigene Mehrwegmetallstrohhalm: Unsere Mitmenschen mit gestärktem Bewusstsein für sich selbst, ihre Umwelt, die Natur und das Universum haben in ihrer Bauchtausche aus Hanf, Bast oder auch in der nachhaltigen Variante von Patagonia alles dabei, was sie brauchen, um jederzeit und überall mit ihrem höheren Ich in Kontakt zu kommen.

Raucher

Wer das Rauchen liebt, der dreht selbst. Und mal ganz ehrlich: Filter, Papers, Tabak und Feuerzeug einzeln in der Tasche zu haben, ist lästig und das Feuerzeug geht im Zweifelsfall sowieso als erstes verloren. Und warum sollte man von der geschätzten Raucherpause (die man sich vom Arbeitgeber hart erkämpfen muss) auch noch die Hälfte zum Suchen des herumfliegenden Rauchbestecks investieren? Richtig, es gibt keinen Grund dafür. Also alles rein in die Raucher-Bauchtasche und ab geht’s auf den Hof. Genuss geht vor!

Raver

Techno ist Sport. Wer sich gefragt hat, warum die Anhänger der stumpfen Tanzmusik in all-black meistens fast nichts anhaben und falls doch, dann Workout-Wear, dann kommt hier die Antwort: Raven ist Extremsport. Es fliegen hier neben Pillen, Armen und Beinen vor allem Schweißtropfen über den Floor bzw. durchs Gewölbe. Hier geht’s neben Selbsterfahrung vor allem um Ausdauer. Raver können nichts mit Ballast anfangen, sie brauchen die Hände frei. Falls sie nicht mehr können, haben sie ihre Bauchtausche um den Körper geschlungen, um sich in der Crowd entsprechend schnell mit den notwendigen Vitaminen versorgen zu können. Und um mit einem weiteren Mythos aufzuräumen: Für Glitter hat der echte Raver sicher keinen Platz in seiner klitzekleinen UY-Bag, das überlässt er gern den Bloggern.

Touri

Wohin passen eine kleine Stadtkarte, ein paar Müsliriegel, ein Handventilator und die Schlüssel zum Airbnb am allerbesten? Na klar, in die Bauchtasche. Lässig um die Hüfte geschnallt ergänzt sie den praktischen Look mit Bermuda-Shorts, Sandalen und Tennissocken und ist deutlich sicherer als ein Rucksack. Denn der schlaue Tourist trägt sie natürlich vor dem Körper aus Schutz vor Taschendieben. (Empfehlenswert natürlich auch für Großstädter, für die sich jede Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in fremde Bezirke wie das Betreten unsicheren Terrains anfühlt.)