Aufgewacht! 5 Kaffee-Alternativen

Stell dir vor, es ist Montagmorgen und … der Kaffee ist aus! Klingt für dich nach einer Horrorgeschichte? Dann könnte dieser Artikel genau das Richtige für dich sein. Kaum ein anderes Getränk hat solche eine Fan-Base wie Kaffee. In den Großstädten scheint jede zweite Person freiberufliche*r Barista zu sein und selbst vegane Varianten wurden ohne Murren in das Kaffeesortiment aufgenommen. Doch zwischen überzeugten Cold-Brew-Anhängern und stolzen Siebträgermaschinenbesitzern gibt es auch noch die anderen. Nein, nicht die mit den Kaffeevollautomaten, sondern jene, die keinen Kaffee trinken. Wir haben recherchiert, ein Leben jenseits des Kaffees. Und wie das aussehen kann – mit und ohne Koffein – verraten wir dir hier.

Grüner Tee – der Allrounder

Einer für alles – der grüne Tee ist ein wahrer Zaubertrank, der innerlich und äußerlich angewandt seine Wunder tut. Getrunken wirkt er anregend, schützt er die Zellen vor freien Radikalen und kann neben anderen Vorteilen auch beim Abnehmen unterstützen. Äußerlich angewandt kann er auch zur Hautpflege herangezogen werden, wo er sich als Tonic eignet oder als Bestandteil der Pflege. Auch eine Anti-Aging-Wirkung wird dem Grünen Tee nachgesagt.

In der Wirkung ist Grüner Tee ähnlich aufputschend wie Kaffee, allerdings entfaltet sich die Wirkung langsamer, hält dafür aber auch länger an. Achte bei der Zubereitung auf folgende Punkte:

  • Wassertemperatur: 80 Grad Celsius
  • Ziehzeit: ja nach Geschmack und Qualität 1­–4 Minuten
  • Abstand zum Essen: halte eine Pause von 30 Minuten vor und nach dem Essen ein.

Die „Teepause“ vor und nach dem Essen hängt mit den enthaltenen pflanzlichen Gerbstoffen zusammen, die die Eisenaufnahme aus Lebensmitteln hemmen können.

Matcha für ein sanftes Wach

Ein grünes Wunder, das ist Matcha wahrhaftig. Nicht nur, weil es uns auf so sanfte Art wach macht, sondern auch weil das saftige Grün des Pulvers eine beinahe hypnotisierende Wirkung hat. Neben den optischen Anreizen bietet Matcha aber auch noch Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die enthaltenen Antioxidantien binden zudem freie Radikale und schützen damit die Zellen. Dem im Matcha enthaltene Stoff Epigallocatechingallat (EGCG) wurde in Laboruntersuchungen außerdem eine vorbeugende Wirkung bei Herzkreislauferkrankungen nachgewiesen. Der Koffeingehalt ist bei Matcha noch höher als bei anderen Grüntee-Sorten und damit auch höher als bei Kaffee.

Wer aus seiner Getränkezubereitung gerne eine kleine Zeremonie macht, kann sich bei Matcha voll und ganz austoben. In der klassischen Teezubereitung wird eine Wassertemperatur von 80 Grad empfohlen, damit der Matcha nicht bitter wird. Danach wird mit einem kleinen Bambusbesen, Chasen genannt, das Pulver schaumig aufgerührt. Beim Rühren der Chasen Z-förmig bewegt werden, anstatt rundherum zu rühren. Im Original wird dafür eine eigene Matcha-Schale verwendet. Wer sich langsam an den für manche gewöhnungsbedürftigen Geschmack herantasten will, probiert einen Matcha Latte aus. Hier wird der Matcha-Tee zusätzlich mit erhitzter und aufgeschäumter (pflanzlicher) Milch zubereitet.

Lupinenkaffee statt Bohnenkaffee

Koffeinfrei und geschmacklich ganz nah am Original: Lupinenkaffee ist seit einer ganzen Weile – im wahrsten Sinne – in fast aller Munde. Ökologischer, gesünder, glutenfrei und weniger säurebildend: Der Hype um die heimische Kaffeealternativ ist groß. Bei Lupinen ist generell darauf zu achten, dass Bitter- und Süßlupinen unterschieden werden sollten. Erstere weisen einen hohen Alkaloidgehalt auf und sind damit unbehandelt giftig. Bei Lupinenkaffee lohnt es sich also, einen Blick auf den Herstellungsprozess und Bio-Qualität zu werfen. Wer bei seiner Kaffeealternative nah am Original bleiben möchte, allerdings koffeinfreie und glutenfreie Varianten sucht, wird hier fündig. Bei Koffeinunverträglichkeit, Zölliakie und Glutenunverträglichkeit bietet Lupinenkaffee eine tolle Möglichkeit, um nicht auf den Kaffeegeschmack verzichten zu müssen.

Da die Zubereitung genauso funktioniert wie bei herkömmlichem Kaffee, eignet sich der Lupinenkaffee wunderbar für alle, die sich erst langsam Bohnenkaffee ab- und neue Varianten angewöhnen möchten.

Kurkuma-Ingwer-Shots für frischen Schwung

Morgens fit und voller Energie in den Tag starten – das geht am besten mit einer Ladung an Vitaminen und Nährstoffen. Ganz ohne Koffein sorgen Kurkuma, Ingwer und Zitrone für einen energiegeladenen Tagesauftakt. Ingwer regt den Kreislauf an, Zitrone bringt Verdauung und Stoffwechsel in Schwung und Kurkuma wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Großes Plus: Diese Kombi ist ein Immunsystem-Booster, der uns besonders in der aktuellen Situation und generell in der Erkältungszeit entgegenkommt.

Für Kurkuma-Shots jeweils ein daumengroßes Stück Ingwer und Kurkuma schälen und zusammen mit 1 EL geschmolzenem Kokosöl in einen Mixer geben. Den Saft einer halben bis ganzen Zitrone dazugeben ebenso wie ½ TL schwarzer Pfeffer und ½ TL Zimt, mixen und am besten schnell und alles auf einmal trinken. Zugegeben, der Geschmack ist weit weg von Kaffee, dafür kommt der Hallo-Wach-Effekt direkt beim Trinken.

Guarana als Wachmacher

Kaffee-Junkies aufgepasst – wer eine Alternative zu Kaffee ausprobieren möchte, ohne auf die Portion Koffein am Morgen zu verzichten, hat mit Guarana seine erste Wahl gefunden. Denn hier steckt noch mehr Koffein drin als in Kaffee und der wachmachende Effekt hält bis zu sechs Stunden an. Abgesehen davon kann sich Guarana auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, als natürliches Schmerzmittel fungieren oder auch Regelschmerzen reduzieren.

Im Handel findet man Guarana häufig in Form von Energy Drinks, die nicht gerade als Getränk am Morgen herhalten sollten. Gesünder und vielleicht sogar leckerer ist die Variante als schokoladiger oder fruchtiger Shake. Für Ersteres ½ Teelöffel Guarana mit 2 TL Kakao in 150 ml pflanzliche Milch einrühren, dann noch jeweiils eine Prise Muskat, Kreuzkümmel und Koriander dazugeben und fertig ist der Guarana-Kakao am Morgen.