Aufräum-Tipps für den Frühjahrsputz

Auch ohne anstehenden Besuch von der Schwiegermutter ist es manchmal an der Zeit, einen Großputz in den vier Wänden zu machen. Frühjahrsputz heißt das Stichwort – wenn draußen alles in neuer Frische erstrahlt, soll auch innen der alte Staub raus. Dass aufräumen und putzen bei den meisten eher auf der Liste der unliebsamen Beschäftigungen landet, haben wir befürchtet. Und gerade aus diesem Grund widmen sich unsere nächsten Tipps dem Aufräumen und Saubermachen. Denn mit dem richtigen Vorgehen spart man zum einen Zeit, und kann zum anderen auch eine Menge Sachen schnell abarbeiten, die man sonst immer wieder aufschiebt und vergisst. Also, rein in die Putzhandschuhe und ran an den Wischmopp – jetzt wird geputzt!

Step 1: Ausmisten & entrümpeln

Marie Kondo hat es vorgemacht: Mit nur einer Frage, die wir uns stellen müssen, lassen sich Berge an Überflüssigem mühelos verabschieden. Der Zaubersatz: Macht dich dieser Gegenstand glücklich? Nachfühlen, ehrlich mit sich sein und schon wächst der Berg der unnötigen Staubfänger, die daraufhin gnadenlos entsorgt werden. Was banal klingt, ist für den Frühjahrsputz eine wichtige Basis. Denn Ordnung verwandelt sich blitzschnell wieder in Chaos, wenn Gerümpel nur von Platz zu Platz umgezogen wird. Zwar lässt sich oberflächlich Ordnung schaffen, sobald aber Neues dazu kommt, wird es schwierig. Zudem stehen ungenutzte Gegenstände meistens im Weg, blockieren Stauraum oder verstauben unbemerkt auf Ablageflächen. An diesem Schritt kommen wir also nicht vorbei. Damit es leichter fällt, hier ein Entrümpelungs-Schnell-Check:

  1. Wann habe ich diesen Gegenstand zuletzt verwendet?
  2. Würde ich diesen Gegenstand ersetzen, wenn ich ihn verliere?
  3. Habe ich den Gegenstand doppelt? Wenn ja, brauche ich beide Ausführungen?

 

Step 2: So fresh & so clean

Wenn Schritt 1 erfolgreich erledigt ist, freuen wir uns nun hoffentlich über mehr Stauraum, Freiflächen und einen ersten Lichtblick am Frühjahrsputzhimmel. Jetzt geht es dem Staub und Dreck an den Kragen. Putzen, schrubben und waschen stehen auf der Liste, damit danach alles blitzt und glänzt. Was alles ansteht: Fenster putzen, Spinnweben entfernen, Fächer ausräumen und reinigen, Textilien waschen, Staub wischen und saugen und am Ende – aufwischen. Was nach einer ganzen Wochenend-Beschäftigung klingt, lässt sich an einem Tag erledigen. Vorausgesetzt, dass alle Bewohner im Haushalt mithelfen und ­­– wie in Schritt 1 beschrieben ­– alle unnötigen Gegenstände ausgemistet wurden. Bei vielen Putzaktionen reicht es, wenn sie in größeren Abständen erledigt werden, zum Beispiel Kühlschrank putzen, Keller ausräumen, Backofen reinigen etc. Werden die Abstände zu groß, dauert natürlich auch das Saubermachen länger.

Step 3: Nachhaltig ordentlich & sauber

Ordnung machen ist die eine Sache. Eine ganze andere aber, diese auch zu halten. Eine aufgeräumte Wohnung ist bei vielen nur ein Glück von kurzer Dauer. Dann reicht manchmal schon Essen kochen und die Küche sieht aus wie vorher. So zieht sich das dann von Raum zu Raum und nach wenigen Tagen kann das Ordnung machen wieder von vorne losgehen. Wir fragen uns, wie andere es hinbekommen, dass die Wohnung immer frisch geputzt und aufgeräumt aussieht. Und siehe da, es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Morgens das Bett machen oder nach dem Kochen über Tische und Arbeitsfläche wischen – schon diese kleinen Handgriffe bringen Ordnung rein. Eine Liste mit Dingen, die jeder von uns schnell und einfach in seinen Alltag integrieren kann, haben wir hier zusammengetragen:

  1. Morgens das Bett machen.
  2. 10 Minuten täglich für Aufräumen und/oder Putzen einplanen.
  3. Benutztes Geschirr sofort wegräumen.
  4. Für jeden Gegenstand einen Platz finden.
  5. Räume ordentlich hinterlassen (z. B. Stühle wieder an den Tisch schieben, Kissen auf der Couch aufschütteln).
  6. Post und Unterlagen sofort sortieren und ggf. abarbeiten, Briefumschläge gleich wegwerfen.
  7. Kaputte Gegenstände entsorgen (nicht im Keller zwischenlagern!).
  8. Flächen festlegen, die immer frei bleiben müssen (z. B. Bett, Küchentisch, Schreibtisch etc.)
  9. 1-für-1-Regel – für jedes neue Teil muss ein altes weg.
  10. Herumliegende Gegenstände an ihren Platz bringen oder entsorgen.

Umstellung ist hier das Zauberwort. Doch was erstmal nach viel klingt, geht meistens viel schneller von der Hand, als man denkt. Plan dir ein paar Tage ein, die du nur deiner Wohnung und dem Saubermachen widmest – es wird sich lohnen. Wenn erstmal eine Grundordnung besteht, geht der Rest viel schneller. Leg dir dazu noch eine Putz-Playlist an und schon kann’s losgehen!