Wohlfühlen im Lockdown

Auf die gewohnte und wohlverdiente Schönheits- und Selbstachtungsroutine zu verzichten, ist eine der vielfältigen Herausforderungen während der Zeit zuhause. Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios und alle, die nicht der absolut notwendigen Alltagsversorgung entsprechen, sind aktuell aus Sicherheitsgründen geschlossen. Wie du dich trotzdem achtungsvoll und mit Freude im Spiegel betrachten kannst, haben wir hier für dich zusammengetragen.

Haare

Haare sind individuell, genau wie die Vorlieben, sie zu tragen und zu stylen. Frisuren geben dir die Möglichkeit, deine Erscheinung und deine Wirkung maßgeblich zu beeinflussen. Neben dieser Form der Kontrolle, die du durch Selbstbestimmung über dein Aussehen erhältst, ist oft auch der Aspekt der Veränderung sehr wichtig. Es gibt Momente, in denen dir langweilig ist oder die mit einer großen persönlichen Veränderung verbunden sind. Dein Äußeres möchtest du in diesen Momenten mit deinem Inneren abgleichen.

Wenn es Veränderung ist, die du suchst, so kann dir vielleicht auch ein neues Styling oder eine neue Technik ein neues Aussehen verleihen. Flechten üben, ein neuer Scheitel, Gel oder Wachs ausprobieren (oder es mal weglassen) kann einen großen Effekt haben während der Zeit ohne Friseurbesuche. Gleichzeitig schaffst du dir so ein neues Projekt. Auf diese Weise kannst du deinen Übergangslook bis zum nächsten Friseurbesuch besser ertragen.

Wenn du ohne einen neuen Schnitt und/ oder eine neue Farbe absolut nicht durch diese Zeit kommst, handle nicht kopflos. Ein Haar-Fauxpas ist kein Weltuntergang, könnte aber für längere Zeit dein Selbstbewusstsein beeinflussen. Impulsive Ideen können natürlich unerwartete und coole Ergebnisse hervorbringen. Deinen Haaren und dir selbst zuliebe, informiere dich aber bitte über die technische Umsetzung, die Beschaffenheit deiner Haare, die richtigen Materialien. Und wenn du kannst, lass dir von jemandem helfen (am Hinterkopf wird Stylen, Schneiden oder Färben schon ganz schön knifflig). Es gibt – aus gegebenem Anlass mehr als sonst – gute Tutorials von Fachleuten, die dir aus der ferne eine bestmögliche Anleitung geben, dein eigener Friseur zu sein.

Aber auch Geduld kann sich auszahlen: Deine Haare können sich im Moment regenerieren, du kannst sie seltener waschen und beanspruchen, wenn du weniger unter Menschen gehst und sie sind seltener Umwelteinflüssen wie der Sonne und Abgasen ausgesetzt. Und vielleicht stellst du ja nach einer Weile fest, dass dein herausgewachsener Haarschnitt besser aussieht, als du erwartet hättest.

Haut

Auf deine Haut hast du einen deutlich größeren Einfluss als jeder Kosmetiker. Das ist ein Vorteil. Auch hier kann der angepasste Lebensstil einen positiven Einfluss haben. Weniger Schadstoffe aus der Luft und Umgebung erreichen deine Haut, auch UV-Strahlung ist sie weniger ausgesetzt. Du bist seltener in der Öffentlichkeit unterwegs und fasst dir dadurch auch weniger mit schmutzigen Fingern ins Gesicht, auch das dankt dir deine Haut.

Außerdem steht die tägliche Versorgung mit guten und wohltuenden Nährstoffen im Moment mehr im Fokus als im hektischen Alltag unterwegs. Weniger Fast Food, weniger Versuchung, dafür mehr Selbstkochen und mehr Achtsamkeit: Deine Haut bedankt sich bei dir für genug Flüssigkeit und eine bewusste, ausgewogene und möglichst pflanzenbasierte Ernährung – und ist vielleicht schöner und gesünder während deiner Zeit zuhause, als während deiner Routine zuvor.

Nägel

Genau wie Haare und Haut danken dir auch deine Nägel einen ausgewogenen und gesunden Lebensstil möglichst ohne Schadstoffe. Deine natürlichen Nägel werden stärker und schöner, wenn du genug Mineralstoffe zu dir nimmst und auf deine Bedürfnisse achtest. Und wenn natürlich nicht dein Ding ist, kannst du auch hier mal etwas Neues ausprobieren, als üblicherweise. Taste dich an neue Farben heran, die dir im Moment gute Laune machen und probiere aus, welche Länge deiner natürlichen Nägel dir im Moment am besten an dir gefällt.

Neue Prioritäten

Vieles, was sonst selbstverständlich ist und du in seiner Notwendigkeit nicht in Frage stellst, ist im Moment nicht möglich. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr stellst du auch fest, worauf du ehrlich verzichten kannst und was du wirklich vermisst. Brauchst du die langen Acrylnägel, die künstlichen Wimpern, die Bräune, die gebleichten Zähne, die andere Haarfarbe wirklich? Wenn nein, dann ist das eine tolle Erkenntnis, die dich freier macht. Wenn doch: Jetzt kennst du immerhin unsere SOS-Tipps.