Cycle up your Life – Finde deinen grünen Glücksmoment

Die Slow-Fashion-Welle überrollt den Fast-Fashion-Trend und die Beyond-Meat-Burger sind im Supermarkt grenzenlos ausverkauft – wir werden umarmt von dem weltweiten Hype um die große Nachhaltigkeit. Zu den Top-Lebensstil-Rules zählt ein bewusster Konsum. Der Blick fällt auf die immer länger werdende Weihnachtswunschliste – darf man sich jetzt gar nichts mehr wünschen? Na klar, aber ein kleines Wunsch-Einmaleins kann nicht schaden, damit die vermeintlichen Must-Haves nicht direkt nächstes Jahr als Schrottwichtel-Einsatz dienen und sich in der hintersten Ecke des Schranks ihr Revier aufbauen. Wir geben dir die passenden Tipps, wie du ohne viel Aufwand das Weihnachtsfest genießen, nachhaltiger leben und konsumieren, wünschen und schenken kannst.

Auf Entdeckungstour

Bevor du deinen Blick auf Sale-Modus stellst und dich im Ellenbogen-Getümmel verirrst, hilft es – den ganzen Prokrastination-Memes trotzend – den Frühjahresputz in einen Herbstputz zu verwandeln. Ob vergessen oder verdrängt, alte Schmuckstücke kommen auf magische Weise zum Vorschein und helfen dir, Doppelkäufe und ärgerliche Geschenkzwillinge zu vermeiden. Ein mutiges Vortasten in den Kleiderschrank lohnt sich während deiner Sherlock-at-Home-Edition ganz besonders. Du entdeckst garantiert Exemplare, bei denen du innerlich schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben hast und verfällst in Erinnerungen an deine absolute Lieblingsjeans, die dich tapfer auf jede Party begleitete.

Zeit für ein Update

Ein Überblick über alle zum Vorschein gekommenen Highlights und Nullnummern hilft dir, herauszufinden, welches Geschenk und welcher Wunsch es nun in die Top-Liga der Weihnachtsliste schafft. Ja, Ordnung schaffen ist ein bisschen wie Sport: Erst hat man keine Lust, aber hat man sich einmal aufgerappelt, geht man darin total auf und fühlt sich hinterher super. Verjag den inneren Ordnungsmuffel und mach dir klar, was du gerne trägst und was nicht. Halbherzige Kompromisse gehören meistens nicht zu unseren absoluten Style-Favoriten: Allem was länger als 365 verzweifelte Outfitwahlversuche ohne Beachtung miterlebte, kannst du guten Gewissens einen Abschiedskuss geben – Ruckzuck blickst du einem zauberhaften Anziehparadies entgegen. Erst aussortieren, dann adoptieren – jetzt können gerne auch die langersehnten Einwechselspieler zum Einsatz kommen und bisherige Flops als neue Tops ersetzen. Dasselbe gilt für Küche, Bad und Wohnzimmer.

Ja, Nein, Vielleicht!

Begibst du dich nun auf die Suche nach neuen Mitbewohnern deines Schrankes oder deiner Küche, bietet sich die Aufräumaktion als exklusiver Shopping-Guide an. Ob Wohnaccessoires, Kleidung oder das neuste Technikprodukt – innerlich solltest du ein kleines Aufnahmeritual starten und folgenden Steckbrief abarbeiten: Passt das wirklich zu dir? Wirst du es im Alltag tatsächlich nutzen? Hast du bereits etwas ähnliches bzw. mit der gleichen Funktion? Wo wirst du es aufbewahren? So kaufst und wünschst du dir Dinge, die wirklich zu dir passen und dich nachhaltig glücklich machen. Sieht der neue Zucchini-Spiralschäler einfach nur instagrammable aus, oder hilft er dir tatsächlich, deine persönliche Menükarte langfristig zu erweitern?

Es werde Licht

Hast du das Weihnachtsshopping hinter dir, kannst du ganz in Ruhe die Weihnachtszeit genießen und dich Zuhause in die Decke kuscheln. Die Stadt, der Weihnachtsbaum und die Augen der Kinder – alles ist am Funkeln. Für einen genauso strahlenden Weg in die Zukunft ist es sinnvoll, das Lichtermeer um einen herum näher zu erkunden. Ob Lichterkette oder neu eroberte, trendy Bubble-Lamp – ein Umstieg auf LED-Lampen lohnt sich. Sie enthalten kein Quecksilber, wodurch du die Umwelt schonst und gleichzeitig bis zu 85% an Energiekosten gegenüber herkömmlichen Glühlampen sparst. Auch Kerzen sind aus unserer winterlichen Wohlfühl-Oase nicht wegzudenken.

Eine ganze Galerie an Farben, Düften, Formen und Größen, lassen unsere Herzen schmelzen und sorgen für das perfekte Hygge-Feeling. Die meisten unserer Gemütlich-Macher bestehen allerdings aus Paraffin, einem Abfallprodukt der Erdölraffination oder aus Stearin, welches wiederum aus Palmöl besteht. Hierzu gibt es airfüllende Alternativen, die nicht nur den Regenwald Regenwald sein lassen, sondern zudem praktisch rußfrei abbrennen und deutlich länger unsere Hygge-Höhle schmücken: Kerzen aus Sojawachs. Sojawachs – was soll das schon wieder sein? Du kennst nur Sojamilch und Sojageschnetzeltes? Ja, der Sojatrend schwappt nun auch ins Wohnzimmer über. Sojawachs entsteht als dickflüssige Masse bei starkem Erhitzen von Sojaöl unter hohem Druck. Als neues Mitglied der Sojakollektion erwärmen sie nicht nur die Herzen aller Veganer und sorgen für kuschelige Weihnachtsmomente.

Mit Luft & Liebe

Ist das Fest nun schon so nahe, dass es für ein zartes Kribbeln auf der Haut sorgt, ist es an der Zeit, den Künstlerhut aufzusetzen, den Stift zu zücken und der eigenen Kreativität das Kommando zu übergeben. Individuell. Kreativ. Nachhaltig – schon mit ein paar wenigen Verpackungs-Hacks kannst du deine Liebsten mit einem schönen Muster-Mix unter dem Weihnachtsbaum überraschen. Altes Back- oder Packpapier bietet dir die Möglichkeit, den Picasso in dir zu entdecken und den glücklich geshoppten Geschenken einen persönlichen Klang zu verleihen. Bei einem herbstlichen Spaziergang entdeckst du schöne Naturmaterialien wie zart-geschwungene Zweige, Tannenzapfen oder rötlich gefärbte Blätter, die deine Geschenke aufpeppen und zu echten Eyecatchern verwandeln. Wer gerne noch tiefer in die Rolle des Weihnachtsmannes schlüpfen möchte, der kann das natürlich auch gerne tun und die Geschenke in einem authentischen Jute-Beutel verpacken.

Jeder zählt

Ist es endlich soweit, versammelt sich die ganze Familie gemütlich um den Esstisch, Witze werden gerissen und alle Gedanken kreisen um das diesjährige Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Turnier. Dabei können die Thermostate an den Heizkörpern getrost Stück für Stück runter geregelt werden. Keine Sorge, es wird niemand frieren – aber das Portemonnaie wird klimpernde Freudenklänge von sich geben. Denn Rechenprofis, aufgepasst: Jedes Grad niedrigere Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizenergie. Deine Gäste im eisigen Winter-Wonderland begrüßen und das Zuhause in ein Iglu zu verwandeln, brauchst du deshalb natürlich nicht: bereits 21 Grad sorgen für das ideale Wohlfühl-Klima und verhindern eine durch zu hohe Raumtemperaturen ausgelöste Beeinträchtigung der Atemwege. Die gemeinsame Cocooning-Season kann also beginnen: Zack, die selbstgestrickten Socken von Oma an die Füße und umgeben von den Liebsten – eingeigelt – die Weihnachtsfreuden mit gutem Gewissen und gutem Gefühl genießen.