Daily Routine: Kleine Kniffe für mehr Zufriedenheit

Das kleine Wörtchen ‚Routine‘ hat es in sich: Beim ersten Hören denken viele von uns an blinde Gewohnheiten und den altbekannten Alltagstrott. Nicht gerade Dinge, bei denen wir Herzklopfen bekommen. Und manchmal hören wir sogar, der einzige Schlüssel zum Glück sei, aus alten Routinen auszubrechen – kein Wunder also, dass es uns schnell mal so vorkommt, als seien sie Gefängnisse, vor deren Mauern wir uns ganz schön klein und hilflos fühlen.

Was dabei verloren geht: das Potenzial routinierter Handlungen. Denn auch wenn es manchmal guttut, Neues zu wagen, so brauchen wir doch Gewohnheiten, die uns ausbalancieren und erden. Wichtig ist, dass diese Gewohnheiten uns ein gutes Gefühl geben: Wir können Routinen schaffen, die uns nähren und dadurch solche ersetzen, die uns Kraft rauben. Jetzt fragst du dich sicherlich, wie eine solche gesunde Daily Routine aussehen kann – die Antwort ist: sehr unterschiedlich, denn schließlich ist ja jeder von uns ein bisschen anders. Hier liest du, wie du zu deiner persönlichen Routine findest – und dich damit Tag für Tag ein bisschen wohler fühlst:

Morgens: Ein bedachter Start

Wie die meisten von uns greifst du wahrscheinlich morgens zuallererst zum Smartphone – kein Wunder, wenn du es als Wecker nutzt. Dadurch prasselt die Realität erst einmal in Form von dringenden Nachrichten, negativen News-Meldungen und einer Vielzahl an Work-Mails auf dich ein: Du startest gestresst in den Tag.

Am besten investierst du also in einen richtigen Wecker und lässt das Smartphone morgens erst einmal – im wahrsten Sinne des Wortes – links liegen. Nimm dir stattdessen zehn bis 15 Minuten Zeit für dich: Starte mit einer Meditation in den Tag oder gönne deinem Körper ein paar Yoga-Flows, um dich zu energetisieren und zu stärken. Auch ein gesundes Frühstück kann dir dabei helfen, bedachter in den Tag zu starten. Finde eine Morgenroutine, die dich entspannt und gefestigt in den Tag starten lässt – danach kannst du dich immer noch deinen Nachrichten und E-Mails widmen.

Schlechte Laune ist außerdem wie weggeblasen, wenn du dir schon am Morgen mindestens eine Sache vornimmst, die dich heute glücklich macht. Das muss, gerade an Tagen mit besonders vollgepacktem Terminkalender, nichts Großes sein: Schon ein Telefonat mit einem Lieblingsmenschen oder ein ausgedehntes Schaumbad nach der Arbeit können die Laune heben und dich entspannter durch den Tag gehen lassen – auch wenn die KollegInnen meckern oder die Kinder quengeln.

Mittags: Inseln der Ruhe

Egal, wie viele Verpflichtungen dein Tag bereithält: Sie sollten dich niemals von deiner wohlverdienten Pause abhalten. Schon eine halbe Stunde Pausenzeit, in der du dich bewegen und frische Luft schnappen kannst, senkt deinen Stress-Pegel und hilft dir, neue Konzentration und Motivation zu finden. Es ist daher nicht nur gesünder, sondern in Bezug auf deinen Workflow auch viel effektiver, erst Kraft zu schöpfen und dann mit aufgeladenen Batterien wieder voll durchzustarten.

Zu deiner Mittagsroutine sollten neben frischer Luft und etwas Bewegung aber auch ein gesunder Lunch und ausreichend Flüssigkeit zählen: Denn regelmäßige Essenszeiten sowie genügend Nährstoffe und Vitamine geben dir eindeutig ein besseres Gefühl als Tiefkühlpizza oder ein leerer Magen. Klar, auch Cheat-Days dürfen ab und an mal sein. Zur Gewohnheit solltest du allerdings Mahlzeiten machen, die dich nicht nur fünf Minuten glücklich machen, sondern auch auf lange Sicht stärken und dir ein gutes Gefühl geben.

Abends: Ein perfekter Ausklang

Nach Feierabend und Erledigung aller anderen Dinge, die im Anschluss so anfallen, solltest du die wenige Zeit, die dir verbleibt, nutzen, um abzuschalten und den Tag ausklingen zu lassen. Verbringe Zeit mit deinen Lieblingsmenschen, einem guten Buch oder deinem allerliebsten Podcast – vermeide, gerade kurz bevor du zu Bett gehst, den Blick auf das Smartphone und schalte es stattdessen in den Flugmodus oder ganz aus. Verzichtest du nämlich auf die blaue Display-Beleuchtung, kommst du besser zur Ruhe und schläfst deutlich schneller ein. Außerdem kann es helfen, regelmäßige Schlafenszeiten beizubehalten, damit dein Biorhythmus sich auf sie einstellen kann und du fester und gesünder schläfst – denn Schlaf ist bekanntlich die wichtigste Erholung, die du deinem Körper gönnen kannst.

Vielleicht hast du beim Lesen dieses Textes gemerkt, dass wir alle Routinen nachgehen: Sei es der morgendliche Blick auf das Smartphone oder der Griff zum zuckrigen Snack am Nachmittag. Es ist daher überhaupt nicht möglich, völlig aus Routinen auszubrechen – man kann sie bloß zum Guten umändern. Habe daher keine Angst vor Gewohnheiten: Gerade, wenn sie sich bewähren, sind sie weniger ein Gefängnis, als ein geliebtes Zuhause, in dessen Sicherheit du dich immer wieder zurückflüchten kannst.