Detox im Herbst – den Körper entgiften

Hand hoch, wer diesen Sommer nicht zahlreiche Eissorten durchprobiert, Sundowner auf dem Balkon geschlürft und ausgiebig beim Grillen geschlemmt hat! Wir haben den Sommer auf jeden Fall in vollen Zügen genossen und machen uns so allmählich bereit für die kürzeren Tage des Jahres. Und dazu gehört auch eine kleine Entgiftungskur für unseren Körper – Detox ist das Stichwort – und wir verraten dir, was du darüber wissen solltest.

Wieso Detox im Herbst?

Jeden Tag arbeitet unser Körper rund um die Uhr. Und dabei muten wir ihm meistens auch ganz schön viel zu. Fastfood, Zucker und Weißmehl sind wohl die bekanntesten Übeltäter genauso wie Medikamente, Alkohol, Kaffee und Co. Doch auch Stress „verschmutzt“ den Körper und schwächt das Immunsystem. Detox im Herbst sorgt dafür, dass wir uns wieder regenerieren und das Immunsystem für die kalte Jahreszeit stärken können. Zudem sind die gemäßigten Temperaturen schonender für den Körper als die heißen Sommermonate oder die kalte Jahreszeit.

How to Detox

Überall ist von Detox die Rede, aber was genau ist Detox eigentlich – und wie läuft das Detoxen ab? Detox bedeutet aus dem Englischen übersetzt entgiften. Während des Detox soll sich der Körper von Giftstoffen befreien und erholen. Doch wie kommt es eigentlich zu Ablagerungen im Körper? Neben Giftstoffen, wie Alkohol oder Nikotin, entsteht dies durch Übersäuerung. Lebensmittel können in basen- und säurebildend eingeteilt werden. Dazwischen gibt es noch neutrale oder abgestufte Varianten, wie gesunde Säurebildner. Ziel ist es, ein gesundes Säure-Basen-Verhältnis zu schaffen. Um dies zu erreichen, sollten während der Detox-Zeit möglichst alle Säurebildner vom Essensplan gestrichen werden.

Wer detoxen möchte, wird viele verschiedene Mittel und Wege dafür finden. Wir stellen dir hier ein paar Varianten vor. Eine leichte Version mit Ernährungsumstellungen und Tee, die du einfach in deinen Alltag integrieren kannst, aber auch komplette Detox-Programme, die du zum einen mit einem Arzt besprechen solltest und für die du zum anderen eine Ruhepause einlegen solltest. Bei uns steht der Reinigungs- und anschließende Kräftigungsaspekt im Vordergrund beim Entgiften. Detox ist also viel mehr als schnelles Abnehmen und Gewicht reduzieren.

Ernährung beim Detox

Wie bereits erwähnt, soll in der Detox-Zeit der Körper geschont werden, insbesondere was Entgiftungs- und Verdauungsarbeit angeht. Hier sind wir wieder beim Thema Basenbildner, diese sollten während der Reinigungsphase vermehrt gegessen werden. Dazu gehören Gemüse, Salate, besonders grüne Blattsalate, Wildkräuter und Obst gehören in diese Gruppe. Hingegen Fleisch und Wurst, Milchprodukte, Weißmehl, Süßigkeiten und Knabbersachen stehen auf der Seite der Säurebildner, die im besten Fall ganz gemieden oder nur in geringen Mengen gegessen werden sollten. So kann der Körper viele wichtige Vitamine und Nährstoffe aufnehmen und sich ganz dem Entschlacken widmen.

Detox mit Tees

Sowohl beim Detox als auch generell im Alltag gilt: viel trinken. Wasser und Kräutertees helfen, die Nieren durchzuspülen und unterstützen damit das Ausleiten von Giftstoffen. Selbst im normalen Supermarkt findest du mittlerweile Detox-Tees, die verschiedene Kräuter zum Reinigen enthalten. Dafür eignen sich besonders Löwenzahn und Brennnessel, die neben dem Effekt des Durchspülens auch eine blutreinigende Wirkung haben. Tees kannst du praktisch in deinen Alltag integrieren und beispielsweise vor oder nach den Mahlzeiten trinken, um den Entgiftungsprozess bestmöglich zu unterstützen.

Detox mit Säften

Du kriegst nie genug von gesunden Smoothies? Dann könnte Detox mit einer Saftkur genau das Richtige für dich sein. Hier gibt es Säfte satt statt fester Nahrung. Sellerie, Grünkohl, Kurkuma und Rote Bete sind nur ein paar der Lebensmittel, die sich dafür besonders gut eignen. Entgiften, reinigen und Vitamine zuführen steht hier auf dem Plan. Wer es ausprobieren möchte, sollte vorab mit einem Arzt sprechen, da in der Zeit des Fastens nur Säfte zu sich genommen werden, aber keine feste Nahrung. Dafür werden auch Entlastungstage und das Fastenbrechen eingeplant. Das sind Tage, an denen sich der Körper auf die Detox-Kur bzw. langsam wieder auf feste Nahrung einstellen kann.

Detox beim Heilfasten

Eine weitere Methode für alle, die eine umfassende Reinigungskur machen möchten, ist das Heilfasten. Hier wird für mehrere Tage keine feste Nahrung zu sich genommen. Im Gegensatz zur Saftkur wird hier nur Gemüsebrühe, Kräutertee und Wasser zu sich genommen. Bitte ziehe auch hier einen Arzt zu Rate, wenn du das Heilfasten ausprobieren möchtest. Wie bei allen Kuren, die auf feste Nahrung verzichten, gibt es zu Beginn Entlastungstage, an denen der Körper auf das Fasten eingestellt wird. Zum Ende der Kur kommt das Fastenbrechen, bei dem wieder schonende, nährstoffreiche Kost aufgenommen wird.

Mentale Reinigung

Wer sich schon mal im Verzichten geübt hat, weiß, dass hierbei eine Menge Selbstdisziplin gefragt ist. Das Weglassen von Essen kann den Effekt einer physischen und mentalen Reinigung haben. Wer sich Ziele setzt, braucht Hingabe, Motivation und Stärke, um diese durchzusetzen. Das bedeutet, dass mögliche Stressfaktoren beiseitegeschoben werden sollten. Dazu gehört auch, sich bewusst dafür zu entscheiden, für welche Menschen, Gespräche, Themen und Inhalte du gerade Zeit und Energie aufbringen kannst und möchtest.

In jedem Fall solltest du die Detox-Zeit nutzen, um dir eine Auszeit zu gönnen, zu entschleunigen und in deine Mitte zu kommen. Ganz gleich, ob das für dich bedeutet, eine Pause bei Social Media einzulegen, auf der Couch zu entspannen oder in die Natur zu gehen.

Welche Version du auch ausprobierst, nimm dir Zeit und gönn dir Ruhe dafür. Hör in dich hinein, welche Variante dich am meisten anspricht und dann heißt es: dranbleiben! Wer das Fasten durchzieht, kann danach mächtig stolz auf sich sein ­– und hält sich und seinen Körper damit fit.