Ein blumiger Blick auf den Frühling

Auch in den ungewöhnlichsten Zeiten gibt es Dinge, auf die man sich immer verlassen kann. So wie auf den Frühling, der jedes Jahr aus dem Weltuntergangsgrau der Dauerregentage und in Form zarter Knospen an den kahlen Ästen von Büschen und Bäumen aufsteigt. Auch wenn wir das meiste wahrscheinlich nur vom Fenster aus mitbekommen, lohnt sich ein genauerer Blick: Die Natur erwacht gerade und tankt Energie, um bald mit saftigem Grün und bunten Blüten aufzuleuchten.

Aufmerksame Beobachter haben wahrscheinlich schon vor ein paar Wochen die ersten Frühjahrsboten erkannt. Hier und da zeigen sich Krokusse, zarte Triebe an Sträuchern und die immer frühe Haselnussblüte kommen raus und begrüßen uns. Wir winken freudig zurück und sagen Hallo zu den wundervollen Boten des Frühjahrs.

Frühlingsfarbtupfer

Meistens sind sie es, die sich zuerst den Weg durch winterharten Boden erkämpfen und in frohen Farben leuchten. Krokusse sind die Nummer Eins unter den Frühlingsblühern und lassen erahnen, dass bald wieder mehr Farben die Natur regieren. Nur kurze Zeit später zeigt sich ein weiterer Farbtupfer – die Forsythie in signalgelbem Gewand ist nicht zu übersehen. Von hier aus sind auch Narzissen und Hyazinthen nicht weit, die auch den herrlich süßen Frühlingsduft mit sich bringen.

Das rosa Wunder

Jahr für Jahr sorgt die Kirschblüte für Faszination im rosaroten Gewand. Kaum ein Baum erhält im Frühjahr so viel Aufmerksamkeit wie die Kirsche. Nach der ersten Blüte der Zierkirsche legen die Süß- und Sauerkirschen mit der weißen Blüte nach. Auch Wochen danach legen die rosafarbenen Blätter einen Zauber über die Straßen und Wiesen, wo sie stehen. Und ein paar Monate später dürfen auch noch die süßen Früchte genascht werden – wie kann man die Kirsche nicht lieben?

 

Frühling in der Küche

Schön anzusehen ist der Frühling allemal, dass es auch schon erste Sachen zum Naschen gibt, macht es für uns nur noch schöner. In Wäldern wächst jetzt der Bärlauch und sorgt für eine Menge Food-Inspo. Beim Sammeln ist dennoch etwas Vorsicht geboten: Die Blätter vom Bärlauch ähneln denen der giftigen Maiglöckchen. Mit etwas Recherche lässt sich der Unterschied aber leicht erkennen. Wer keine natürliche Bärlauchquelle in der unmittelbaren Umgebung hat, kann sich natürlich auch im Supermarkt (am besten im Biomarkt) eindecken und den Frühlingsgeschmack kosten.

 

In diesem Jahr fühlt sich der Frühling nicht so unbeschwert an wie normalerweise. Umso mehr lohnt es sich, mal genauer hinzusehen, was die Natur an kleinen Freuden im Garten, in Parks, Wiesen und Wäldern ausgesät hat. Schließlich haben wir damit den lebendigen Beweis dafür, dass irgendwann auch wieder die schönen, leichten Zeiten kommen.