Ein Hauch von Leichtigkeit

Endlich wird es warm draußen und wir fangen an, unseren Kopf langsam wieder in Richtung Sonne zu heben. Du Luft ist lau und trägt ein bisschen Freiheit zu uns, zumindest gefühlt. Die Perspektive auf ein Frühjahr in Ungebundenheit lässt noch auf sich warten, aber für die Zwischenzeit haben wir einen Vorschlag: wir können das, was wir gerade tun (dürfen), so einfach machen, wie es geht. Damit die Leichtigkeit Einzug in unseren Frühlingsalltag hält, auch während wir uns von manchen Einengungen im Außen nicht freimachen können.

Annehmen, was ist

Wahrscheinlich wird niemand von uns sagen: So, wie es jetzt gerade ist, ist das Leben perfekt. Jede:r hat Wünsche und Träume, die nur darauf warten, verwirklicht zu werden (und manche dieser Träume sind einfach nur ganz alltägliche normale Dinge, nach denen wir uns sehnen). Der Zustand, darauf zu warten, dass etwas wieder möglich ist oder eintritt, kann sich nach Unvollständigkeit und Mangel anfühlen. Weil ja tatsächlich etwas fehlt, freie Möglichkeiten. Aber glücklich sein geht trotzdem, indem wir nicht den Mangel sehen, sondern den Spielraum als Möglichkeit zur Veränderung und zum Wachsen genau dorthin, wo wir sein möchten. Alles ist schon da in unserem Leben, wir dürfen es in Empfang nehmen, wenn es soweit ist, und uns schon heute drauf freuen.

Das Glück hereinlassen

Dankbar sein für alles Funktionierende, ist gar nicht so leicht, wenn vieles gerade eben nicht funktioniert. Aber es kann uns ein Stück Frieden zurückbringen. Dankbar auf die Momente unseres Alltags blicken, ist im wahrsten Sinne ein Lifehack. Indem wir uns bewusst auf das fokussieren, was schön ist in und um uns, wird unser Gehirn zur Produktion von Dopamin und Serotonin angeregt. Diese Glücks- und Belohnungshormone steigern das Gefühl, etwas geschafft und das Leben im Griff zu haben. Wir erschaffen ein dankbares und zufriedeneres Leben, indem wir die kleinen Glücksmomente zelebrieren und auskosten. Du hast dir heute Lebensmittel gekauft, auf die du dich richtig freust? Ein guter Moment für Dankbarkeit. Der Postbote bringt dir gern und freundlich all deine Online-Bestellungen in den 5. Stock? Danke dafür! Und keine Sorge, Dankbarkeit bedeutet nicht, einfach alles hinzunehmen. Eher, dir selbst da für zu danken, dass du so bist, wie du bist und für dich sorgst.

Leichtigkeit erlauben

Manchmal machen wir es uns ganz schön schwer. Und allein schon diese Erkenntnis ist wertvoll, um es uns in manchen Momenten bewusst leichter zu machen. Viele von uns sind sehr streng mit sich selbst. Das kann uns in manchen Momenten dazu bringen, über uns selbst hinaus zu wachsen, aber hat in der absoluten Sonderbelastungssituation Dauerlockdown keinen Platz. Wir dürfen loslassen und großzügig mit uns sein, wann immer es geht. Um unsere Kräfte zu sparen, wenn wir sie wirklich brauchen. Dass wir gerade alle Basics des Alltags gemeistert bekommen, ist eine Leistung unter diesen Umständen und das dürfen wir uns alle jeden Tag zugestehen. Du hast keine Energie, neben Home-Office-Job und paralleler Kinderbetreuung auch noch frisch zu kochen? Mach‘s dir nicht so schwer, es darf auch mal bestelltes Essen geben. Lagere die Dinge aus, bei denen es geht. Jemand bietet dir Hilfe an, die du normalerweise nicht angenommen hättest? Vielleicht ist jetzt der richtige Moment. Du darfst. Es darf leicht sein.

Sonne und Freizeit

Sie ist endlich wieder da, die Sonne. Als hätte auch sie die Zeit im Lockdown verbracht, hat sie uns lange warten lassen. Aber jetzt kommt sie mit geballter Kraft und mehr Sonnenstunden seit der Umstellung auf Sommerzeit. Also raus ins Licht! Die Vitamin-D-Infusion wirkt Wunder für Körper und Psyche und schenkt neue Energie. Und was schenkt noch Energie? Genau, ausruhen. Warum Burnout, wenn wir auch Urlaub haben können? Du hast all deine Urlaubstage bisher aufgespart, weil alles zu ist und Reisen nicht möglich? Nimm dir trotzdem mal ein paar und erlaub dir einen Moment zum Krafttanken.