Ein Herbst ohne Kürbis – Herbst-Food mal anders

Morgens duftet die Pumpkin-Spice-Latte aus den Cafés, beim Lunch stehen Butternuss-Gnocchi ganz oben auf der Wochenkarte und am Abend wartet die Hokkaido-Suppe in der Küche – ja, der Kürbis ist da, äh Herbst. Also, Kürbiszeit. Naja, ihr wisst schon. Gibt es eigentlich noch eine andere Jahreszeit, die einen so prominenten Lebensmittel-Patron hat wie der Herbst? Klar, auch wir lieben Kürbis, aber noch mehr lieben wir Vielfalt – und deshalb haben wir für euch hier ein paar Food-Inspirationen für den Herbst, die auch ohne Kürbis auskommen und den Herbst zur Soulfood-Saison machen.

Saisonal, regional, genial

Wieso im Herbst alle verrückt sind nach Kürbis? Abgesehen von der Farbe, die zugegebenermaßen nicht besser in die Farbpalette von Herbstlaub und goldenen Sonnenstrahlen passen könnte, haben sie gerade Hauptsaison, wachsen noch dazu in ganz Deutschland und sind damit super regional. Aber keine Sorge, er hat auch harte Konkurrenz. Aubergine, Fenchel sowie verschiedene Rüben, Rote Bete und Spinat haben ebenfalls gerade Saison und eignen sich ausgezeichnet für leckere Herbstgerichte.

Für alle, die ihren Vitamin-Haushalt mit frischem Obst auffüllen wollen, gibt es aktuell vor allem Äpfel und Birnen. Aber auch Himbeeren und Brombeeren haben noch Nebensaison ebenso Zwetschgen. Und dann gibt es ja auch noch die ganzen leckeren selbstgemachten Marmeladen, mit denen wir den Sommer zumindest ein klein wenig konservieren konnte.

Seelenwärmer

Nicht nur die kalten Hände und Füße wollen im Herbst mit warmen, sättigenden Gerichten aufgewärmt werden. Auch unsere Seele möchte ein bisschen Comfort Food, um die grauen Tage und die ersten Erkältungserscheinungen besser wegstecken zu können. Ganz oben auf der Liste stehen deshalb deftige Eintöpfe, reichhaltige Suppen und Aufläufe. Und mit dem von innen Wärmen beginnen wir am besten schon morgens – Stichwort Porridge. Was gibt es Schöneres an einem grauen Herbstmorgen, als von süßem Zimtduft wach zu werden und den knurrenden Magen mit einem warmen Frühstück zu besänftigen? Eben. Deshalb verraten wir euch in den nächsten Schritten, wie ihr den Herbst – im wahrsten Sinne – voll und ganz auskosten könnt.

Das perfekte Porridge

Dass Porridge unser Lieblingsfrühstück für kalte Tage ist, haben wir nun ja schon verdeutlicht. Viel wichtiger ist dabei, wie man das perfekte Porridge selber macht. Das geht ziemlich einfach und mit ein klein wenig Vorbereitung auch ziemlich schnell – und der bisschen Aufwand ist es definitiv wert.

Zutaten

  • 50 g Haferflocken
  • 250 ml Milch oder pflanzliche Milch
  • 100 ml Wasser
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Gib die Haferflocken, Wasser und Milch in einen Topf und lass alles kurz aufkochen, danach auf mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.
  2. Danach das Salz dazugeben und mit frischen Früchten, Kompott, Zimt & Co. ganz nach Belieben toppen.
  3. Tipp: Besonders lecker wird’s, wenn du die Haferflocken vorher ohne Öl anröstest, bis sie duften.

Mit diesem Basis-Rezept kannst du dein perfektes Porridge ganz nach deinem Geschmack zubereiten. Bei Glutenunverträglichkeit und Zölliakie kannst du alternativ Hirseflocken oder Buchweizenflocken verwenden. Wenn du morgens nicht so viel Zeit hast, kannst du dein Porridge auch am Vorabend zubereiten. Am nächsten Tag einfach aus dem Kühlschrank holen und entweder kalt essen oder kurz im Topf mit etwas Milch oder Wasser aufwärmen.

Der perfekte Eintopf

Grüne Bohnen, Kartoffeln, Rüben, Zwiebeln – allein diese Auflistung liest sich schon wie eine Zutatenliste für einen deftigen Eintopf und all das wächst gerade auf heimischen Äckern und Feldern. Das tolle an Eintöpfen: Man kann ganz frei nach Lust und Laune das reinpacken, was man gerade zuhause hat. Was einen guten Eintopf von einem perfekten unterscheidet, ist die Brühe. Hier stecken Wärme, Geschmack und die ganze Liebe drin. Deshalb solltest du auch nicht dem Zufall überlassen– selber machen ist einfach die beste Wahl. Wie das geht? Hier gibt’s das Basis-Rezept:

Zutaten

  • Ca. 2 Liter Wasser
  • 1 Stange Lauch
  • 2–3 Karotten
  • 2 Petersilienwurzeln oder Pastinaken
  • 1 Scheibe Knollensellerie
  • 1 Kohlrabi
  • 1 rote Paprikaschote 1 Tomate
  • 1 Bund Petersilie
  • 3 Stängel Liebstöckel
  • 1–2 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 4 Gewürznelken

Zubereitung

Das Gemüse wird nun geputzt, geschält und kleingeschnitten. Danach alles zusammen aufkochen und für etwa 1 Stunde köcheln lassen. Danach das Gemüse abseihen und die Brühe auffangen. Das Gemüse aufbewahren und gegebenenfalls als Suppeneinlage dazugeben.

Du kannst die Brühe pur verwenden oder, wenn dir der Geschmack zu intensiv ist, sie mit Wasser verdünnen. Du kannst die Zutatenliste natürlich auch nach Belieben erweitern oder verändern und die für dich perfekte Brühe kochen. Wer seine Eintöpfe gerne besonders deftig mag, kann die Brühe zum Beispiel auch mit einer Dose gestückter Tomaten mischen. Das passt besonders gut mit Kartoffeln und grünen Bohnen oder als Bauerntopf mit Kartoffeln, Karotten und roten Linsen.

Das perfekte Herbstgetränk

You drink coffee, I drink tea, my dear. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht mit den Heißgetränken, schließlich gibt es auch noch einiges zwischen Kaffee und Tee – zum Beispiel unser Favorit für den Herbst, Goldene Milch. Sie wärmt nicht nur von innen, sondern stärkt auch noch das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und steckt voller Vitamine. Klingt gut? Schmeckt sogar noch besser. Mittlerweile gibt es die Goldene Milch auch in Pulverform, wir sind aber auch hier Fans vom Selbermachen. Et Voilà – hier ist das Rezept.

Zutaten

  • 300 ml pflanzliche Milch oder Kokosmilch
  • 1 Stück Kurkuma (ca. 2 cm groß) oder einen EL Kurkumapulver
  • 1Stück Ingwer (ca. 2 cm groß)
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/4 TL Zimt
  • 1/2 TL Kokosöl
  • eine Prise frisch gemahlene Muskatnuss
  • 1 TL Honig oder Agavendicksaftsirup (vegan)

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in einen hohen Behälter geben und mixen, bis eine feine Masse entsteht. Wenn es nicht fein genug wird, kannst du sie auch durch ein Sieb geben.
  2. Erwärme die Goldene Milch nun in einem Topf auf niedriger Stufe.
  3. Wer möchte, kann sie nun noch aufschäumen.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Zubereiten und es sich gemütlich machen. Happy Herbst!