Einkuscheln – Bettdecken und Kissen für den perfekten Schlaf

Frau Holle hat uns gelehrt, dass Kopfkissen und Bettdecken immer schön ausgeschüttelt werden müssen, damit die Federn als feiner weißer Schnee auf die Erde rieseln. Doch schon lange sind Federn und Daunen nicht mehr die einzige Option für kuschelige Bettdecken und Kopfkissen. Auf was du beim Bettdecken und Kissen kaufen achten solltest und welche Füllung dir den besten Schlaf ermöglicht, erfährst du hier – auf die Gefahr hin, dass dieses Jahr vielleicht kein Schnee aus Kissen zu uns herab rieselt.

Wollweich & daunensoft

Ab in die Federn – was in Kindertagen das abrupte Ende des Fernsehabends bedeutete, klingt mittlerweile nach purer Entspannung nach einem langen Tag. Aber wusstest du eigentlich, dass wir meistens unter Daunen und nicht in den Federn liegen?

Häufig werden im normalen Sprachgebrauch Federn und Daunen synonym verwendet, obwohl wir häufig Daunen meinen, also das flauschige Untergefieder der Gänse. Federn sind schwerer und spenden weniger Wärme, sie sorgen dadurch für Stabilität und mehr Gewicht. Daher sind sie sehr gut für Kissen geeignet, in Daunen würden wir buchstäblich versinken, da sie sehr leicht und vor allem weich sind. Bei Bettdecken geben sie uns genau das, was wir am liebsten mögen: wenig Gewicht, dafür viel Wärme.

Ein Nachteil der Daunen stellt die Pflege dar. Das häufige Waschen, wie es beispielsweise bei einer Hausstaub-Allergie notwendig ist, strapaziert die Daunen, zudem trocknen sie an der Luft nur sehr langsam. Besonders für Allergiker eignen sich daher pflegeleichtere Varianten wie Kunstfaser. Sie sind besonders strapazierfähig und halten auch häufigen Waschgängen stand.

Eine weitere Variante sind Naturmaterialien wie Ziegen- oder Kamelhaar, Baumwolle oder Schurwolle. Diese Füllungen eignen sich – bis auf die Baumwoll-Füllung – nicht für Allergiker, da Naturmaterialien in den meisten Fällen nicht gewaschen werden sollten. In Puncto Wärme und Gemütlichkeit stehen sie der Daune in nichts nach. Eingebettet sind sie meistens in eine flache Steppdecke, die auch nach langer Zeit noch ihre kompakte Form behält.

Unter einer Decke stecken – oder lieber unter zwei?

Nicht nur Matratzen kommen in Kingsize-Varianten, auch bei Bettdecken gibt es Größen, die genug Platz für eine vierköpfige Familie bieten – oder für eine Person, die es gerne richtig komfortabel mag. Vorbei sind also die Zeiten, wo durch das Umdrehen plötzlich der Rücken frei liegt oder unserem Nebenmann bzw. der Nebenfrau plötzlich die Decke weggezogen wird. Auch für besonders große Menschen ist gesorgt: mit einer Länge von bis zu 220 cm müssen keine Füße mehr frieren.

Wer sich sein Bett teilt, sollte vorab überlegen, ob eine gemeinsame große Decke die beste Lösung ist. Denn gerade hier kann man mit zwei kleineren Bettdecken die eigenen Vorlieben besonders gut berücksichtigen. Bestes Beispiel: Du schläfst am liebsten mit Wärmflasche, während dein*e Bettnachbar*in selbst im Winter mit dünner Decke und kurzer Hose schläft. Jedem nach seiner Façon – oder ganz einfach: jedem seine eigene Bettdecke.

Temperaturausgleich

Apropos Wärmeempfinden – neben der eigenen Wahrnehmung spielen natürlich auch die Jahreszeiten eine große Rolle. Im Winter darf es warm und kuschelig sein, im Sommer leicht und kühlend. Wie sich beides miteinander kombinieren lässt? Eine Antwort wäre, zur Ganzjahresdecke zu greifen, die meistens einen mittleren Wärmegrad hat. Besser ist jedoch die Variante, in zwei Decken zu investieren – eine für den Sommer und eine für den Winter.

Meistens geben die Hersteller Wärmegrade an, die eine Orientierung geben, für welche Jahreszeit und Temperatur die Decke geeignet ist. Wenn du beispielweiße auch im Winter im ungeheizten Zimmer schläfst, eventuell sogar mit offenem Fenster, ist für dich womöglich ein höherer Wärmegrad empfehlenswert. Wenn du hingegen ein warmes Schlafzimmer hast und weder besonders kälte- oder wärmeempfindlich bist, dann könnte auch eine Ganzjahresdecke infrage kommen.

Auch beim Kissen gibt es verschiedene Anforderungen für Sommer bzw. Winter und Füllmaterialien, die sich besser oder weniger gut eignen. Wie bereits erwähnt erfüllen Federn ihre Funktion am besten im Kopfkissen, da sie für Stützkraft sorgen, aber auch Wärme speichern. Leichter wird es mit Füllwatte, die für ein aufgebauschtes und fluffiges Ergebnis sorgt.

Kopfsache

Seite, Bauch oder Rücken – anhand deiner Schlafposition kannst du schon einen guten Überblick gewinnen, welche Art von Kissen zu dir passen könnte. Wichtig ist immer, dass die Wirbelsäule möglichst gerade liegt. Da man dies selbst nur schwierig beobachten kann im Liegen, holst du hier am besten jemanden dazu, der einen Blick darauf wirft. Neben Daunen, Kunstfaser und Naturmaterialien sind Stützkissen mit Schaumkern eine Variante, die Nackenschmerzen und Verspannungen vorbeugen bzw. sogar ganz vermeiden kann.

Tipps für besseren Schlaf:

  • Daunen bei Schmerzen

Wer als Kind schon einmal mit Zahnschmerzen im Bett lag, hat sicher von Oma oder Mutter zu hören bekommen, dass Federn schmerzen verstärken. Was nach Aberglauben klingt, bewahrheitet sich in vielen Fällen, wenn es um Schmerzen im Kopfbereich geht. Höchstwahrscheinlich liegt das an der Wärme, die in den Federn gespeichert wird. Ein Handtuch auf Kissen und Decke reicht aber schon aus, um den Effekt zu minimieren.

  • Temperatur im Schlafzimmer

Im Sommer kann hat man meistens nur wenig Einfluss auf die Zimmertemperatur, im Winter stellt sich dafür umso mehr die Frage, wie warm es denn sein soll. Wer die Möglichkeit hat, sollte das Schlafzimmer wenig heizen und für frische Luft sorgen. Der Schlaf ist dann am besten, wenn man weder schwitzt noch friert, für die meisten liegt dieser Punkt zwischen 15 und 18 Grad Raumtemperatur.

  • Kissen und Nackenprobleme

Keine Frage, eine Gebirgskette aus Kissen verschiedenster Größen im Bett sieht so einladend aus, dass wohl kaum jemand an die Nackenschmerzen denkt, die sie verursachen können. Wenn du nicht darauf verzichten magst, solltest du alle unnötigen Kissen vor dem Schlafen aus dem Bett nehmen und dir das greifen, das dir auch wirklich zum besten Schlaf verhilft.