Garten im Herbst: 5 Tipps für alle Gartenbesitzer

Nachdem wir den Frühling in diesem Jahr weitestgehend in den vier Wänden verbracht haben,  sollten die letzten warmen und trockenen Tage des Jahres noch richtig genossen werden. Es muss ja nicht immer Sommer sein, auch der Herbst kann sich von seiner sonnigen Seite zeigen – und die darf voll und ganz ausgekostet werden. Gleichzeitig gibt es aber noch eine ganze Menge zu tun, um unsere grüne Oase auf die kalten Tage vorzubereiten … Als kleinen Überblick findet ihr hier alle Dos & Don’ts für den Herbstgarten!

Spätes Gemüse und die letzten Kräuter ernten

Wer in seinem Garten Gemüse und Kräuter anbaut, hat im Herbst einiges zu tun. Je nach Aussaatzeitpunkt lassen sich in den Monaten September und Oktober etwa Karotten, Brokkoli, Kohlrabi, Kürbis, Sellerie, Spinat, Zwiebeln oder Porree ernten – nur  bei Grünkohl und Rosenkohl sollte man noch warten. Außerdem wird es Zeit für die letzte Kräuterernte, bei der man Kräuter wie Salbei und Oregano am besten auch gleich zurückschneidet. Ganz zum Schluss macht es übrigens Sinn, die freigewordenen Nutzflächen mit einer Mulchschicht zu bedecken und den Boden ruhen zu lassen.

Lange Nächte im Herbst

Abends draußen sitzen ist nur was für laue Sommernächte? Von wegen! Bevor Kälte, Nieselregen und dauergrauer Himmel an der Tagesordnung stehen, sollte man unbedingt nochmal die sonnigen Herbsttage auskosten und draußen Zeit mit Freunden verbringen. Wenn es am Abend dann frisch wird, wirft man einfach einen kuscheligen Cardigan über und rückt ein bisschen näher ans Grillfeuer – die gemütliche Lagerfeuerromantik stellt sich von ganz alleine ein.

Apropos Grill

Wir haben jetzt die letzte Chance, noch leckere Grillrezepte auszuprobieren und können dabei auch gleich unser frisch geerntetes Gemüse genießen. Mit den richtigen Gartenmöbeln ist es übrigens auch kein Problem, wenn mal ein kleiner Schauer aufzieht – ein großer Gartenschirm schützt vor Regen und den wetterfesten Gartenmöbeln machen ein paar Tropfen sowieso nichts aus.

Den Keller oder Schuppen als Lagerstätte vorbereiten

Auch wenn wir glauben, dass die Schönheit des Herbstes oft unterschätzt wird: Er kann wettertechnisch schon eine ziemliche Diva sein. Deswegen ist es wichtig, rechtzeitig Platz im Keller oder Schuppen zu schaffen und eine Fläche zur Zwischenlagerung zur Verfügung zu haben. Eine Kombination aus Dauerregen und Nachtfrost tut nämlich auch wetterfesten Gartenmöbeln nicht gut, weswegen man sie am besten trocken unterbringt. Außerdem müssen alle nicht winterfesten Knollen (wie etwa die von Gladiolen, Begonien oder Geranien) ausgegraben und zum Überwintern in einer Kiste in den Keller gebracht werden.

Die letzten Gartenarbeiten erledigen

Tja, man hört es wahrscheinlich nicht gerne: Auch größere Gartenarbeiten stehen im Garten im Herbst noch an. So müssen Hecken und andere Gartenpflanzen zurückgeschnitten werden, und auch der Rasen sollte vor dem ersten Frost noch dringend gemäht werden. Für die Überwinterung wird dabei eine Graslänge von etwa vier Zentimetern empfohlen. Wichtig ist außerdem, regelmäßig das Laub von den Rasenflächen zu entfernen, weil sich sonst die Feuchtigkeit staut und das Wachstum von Pilzen und Schimmel begünstigt werden kann.

Großprojekte ins Frühjahr verschieben und die Herbstnatur genießen

Andererseits sollte man auch wissen, wann genug getan ist: Im Herbst lassen sich zwar gut gröbere Arbeiten wie das Fällen von Bäumen umsetzen, andere Großprojekte sollten aber lieber ins Frühjahr verschoben werden. Umgraben ist beispielsweise absolut tabu. Und wer beabsichtigt, einen Teich im Garten anzulegen, wartet auch lieber auf sonnige, warme Tage im nächsten Frühsommer. So bleibt auch mehr Zeit, den Garten im Herbst und die Natur zu genießen – gemütlich mit Buch, Kakao und Decke auf einer Gartenbank.