Gemeinsam nicht einsam: So fühlst du dich weniger allein

Isolation, Quarantäne und Kontaktregelungen (be-)treffen aktuell jeden, doch gerade Singles und Alleinlebende spüren die Folgen dieser Maßnahmen besonders stark. Das unter normalen Umständen kraftspendende Gefühl, auch mal mit sich allein zu sein, kann auf diese Weise schnell kippen und in Einsamkeit, Sorge und Angst umschlagen. Auch wenn es sich so anfühlt, mit diesen negativen Empfindungen bist du keinesfalls allein – und du musst sie auch auf keinen Fall einfach aushalten. Wir haben für dich all jene Dinge gesammelt, die dir in solchen Momenten helfen können, zuversichtlich zu bleiben:

Alles nach Plan

Momentan fühlst du dich vielleicht wie im Inneren einer Schneekugel gefangen, die kräftig geschüttelt wurde und deinen Alltag auf den Kopf gestellt hat. Um dieses Gefühl des Kontrollverlusts und der Einsamkeit zu umgehen, hilft es, deinen Tagesablauf möglichst gut durchzustrukturieren und alte Routinen beizubehalten: Versuche, deine gewohnten Aufsteh- und Zubettgehzeiten zu wahren und deinen Tag durch drei Mahlzeiten einzuteilen. Sport- und Putztage geben deiner Woche Struktur und lenken ab. Auch all jene Projekte, für die dir sonst keine Zeit bleiben, kannst du nun planen und Schritt für Schritt angehen, sei es die Entrümpelung deines Kellers oder das Ausmisten deines Kleiderschranks.

Du wirst sehen: Beschäftigung und Ablenkung halten negative Gefühle und Gedanken überaus effektiv fern und erfüllen dich mit Tatendrang und Optimismus.

Beste Verbindung

Dank Smartphone, Tablet und Co. bist du zum Glück so gut vernetzt, dass du die dir auferlegte Distanz zumindest in Teilen überbrücken kannst. Neben regulären Telefonaten oder Sprachnachrichten sind nun vor allem auch Video-Anrufe gefragt, die dich deinen Liebsten näherbringen und einer virtuellen Umarmung gleichkommen. In Konferenz-Calls kannst du gleich mehrere deiner FreundInnen per Video zuschalten und dir so ein Stückchen Normalität zurückholen. Denn Verabredungen tun uns gut, ganz gleich, auf welche Weise sie stattfinden.

Wichtig ist, dass du dir hierbei von der Seele redest, was dich beschäftigt und dir Angst macht. Ganz sicher geht es dem Großteil deiner Liebsten ähnlich. Sprecht ihr eure Sorgen offen aus, erkennt ihr sie an und könnt sie leichter loslassen. Das schafft Zusammenhalt und Verbundenheit – und das ist manchmal alles, was es braucht.

Ruhig bleiben

Smartphone hin oder her – wenn du allein wohnst, siehst du dich in den eigenen vier Wänden aktuell wahrscheinlich vor allem mit einem konfrontiert: Stille. Stille kann im ersten Moment etwas Beängstigendes haben, dir in vielerlei Hinsicht aber auch Kraft und Energie spenden. Lerne, solche Momente der Ruhe anzunehmen und dich zum Beispiel mit einer kurzen Meditation oder einem Yoga-Flow auf sie einzulassen.

Auch die richtige Atemtechnik kann dir helfen, die Stille anzunehmen und Ängste zu vertreiben. Setz dich, wenn Panik in dir aufkocht, aufrecht hin und atme lang und tief in den Bauch ein, bis dieser sich wölbt. Dann lässt du die Luft langsam über die Brust und den Mund entweichen. Atme so lange auf diese Art weiter, bis du dich beruhigt hast. Diese sogenannte Bauchatmung erhöht die Sauerstoffzufuhr und hilft dir, zu entspannen und abzuschalten.

Genau hinhören

Momente der Ruhe können dir Kraft schenken. Damit dir zuhause allerdings nicht die Decke auf den Kopf fällt, ist es wichtig, sie entsprechend auszubalancieren. Dazu braucht es manchmal einfach die entsprechende Geräuschkulisse: Dreh deine liebste Gute-Laune-Playlist auf und tanz durch deine Wohnung oder stöbere dich durch die Vielfalt guter Podcasts rund um all die Themen, die dich fesseln oder solche, die dein Interesse neu wecken können.

Gute Empfehlungen findest du in den nächsten Wochen übrigens auch in unserem Magazin – also einfach mal reinklicken und reinhören!

Bedacht auswählen

In einigen Momenten fühlst du dich unter Umständen auch schlecht, da die Nachrichtenflut zur aktuellen Lage dich zu überrollen scheint. Es ist ohne Frage wichtig, informiert zu bleiben, doch mindestens genauso wichtig ist es, sich selbst nicht zu überfordern. Lege dir also bewusst Zeiten am Tag fest, in denen du dich auf den neusten Stand bringst, anstatt rund um die Uhr nachzusehen, was passiert. So kannst du auch mal abschalten und anderen Gedanken Raum geben. Außerdem kann es dir helfen, die Nachrichten nicht bloß aufzunehmen, sondern auch zu reflektieren: Frage dich, was du der jeweiligen Meldung persönlich entnehmen kannst und welchen Einfluss sie auf dich hat. Schließe daran mit positiven Gedanken an: Wofür kannst du in deinem jetzigen Alltag dennoch dankbar sein? Gefühle der Panik und der Überlastung kommen so gar nicht erst auf.

Sollte das alles nicht helfen, dann wird dich aber ganz bestimmt unser letzter Punkt auf andere Gedanken bringen:

Ab an die frische Luft

Wenn du es zuhause endgültig nicht mehr aushältst und dich die Einsamkeit einholt, helfen die strahlende Frühjahrsonne und die frische Luft dir, den Kopf freizubekommen. Hältst du dich an die gegebenen Abstandsregelungen von mindestens 1,5 Metern, kannst du draußen allein oder auch zu zweit sporteln, spazieren oder Rad fahren, wie es dir beliebt. Dabei kannst du dich ganz auf die Bewegung und deinen Körper konzentrieren und das Gedankenkarussell für eine Weile ruhen lassen.

Vergiss nicht, dass du dich in manchen Momenten vielleicht einsam fühlst, aber es in der Realität nicht bist. Momente der Nähe und des Zusammenhalts gehen weit über den körperlichen Kontakt hinaus – und sind deshalb auch auf Distanz erfahrbar.