Happy Home

Nach einem langen Arbeitstag geben sie Halt, Ruhe und Raum für unsere Gedanken – die eigenen vier Wände sind der wohl wichtigste Zufluchtsort in einem hektischen, vielseitigen oder auch mal stressigen Alltag. Füße hochlegen, ganz laut Musik anmachen, im Pyjama herumlaufen, hier können wir tun und lassen, was wir wollen. Die Wohnung sollte unser Kraftort, unser Happy Place sein. Leider vernachlässigen wir unsere heiligen Hallen viel zu oft. Zweckmäßigkeit geht oft über den eigenen Stil und Unschönes wird einfach irgendwohin geräumt, wo wir es nicht ständig im Blick haben. Zur Haustür reinkommen voller Vorfreude, frei von Chaos, Ballast, Unordnung und versteckten Ecken – dafür haben wir hier ein paar Tipps gesammelt.

Ausräumen

Aus den Augen, aus dem Sinn. Was auf verflossene Liebschaften oder Freundschaften zutrifft, zeigt sich leider auch bei den vielen Gegenständen, die wir in den Keller, auf den Dachboden oder auch nur unters Bett verbannen. Das Wiederentdecken fühlt sich zwar immer wieder ein bisschen wie Weihnachten oder Geburtstag an, hat aber auch eine sehr geringe Halbwertszeit. Was vor Jahren keine Verwendung im Haushalt hatte, wird nur in den seltensten Fällen zur großen Wiederentdeckung. Dieses Phänomen lässt sich sowohl auf Möbelstücke und Haushaltsgeräte als auch auf Kleidung übertragen. Wir beginnen damit, die Abstellräume richtig auszuräumen, Kaputtes wegzuwerfen und offensichtlich Unnötiges zu verschenken oder zu entsorgen. Oder wer braucht einen Futternapf, wenn wir gar kein Haustier haben?

Aussortieren

Im ersten Schritt haben wir grob gefiltert und entsorgt, was lange Zeit nur aus dem Blickfeld geschaffen wurde. Jetzt kommt der Feinschliff: das Aussortieren. Was seit Jahren nicht genutzt wurde und auch in absehbarer Zukunft nicht genutzt wird, darf weg. Im Notfall lassen sich all diese Dinge ersetzen. Bei Kleidung muss gehen, was nicht mehr passt, nicht gefällt oder schon lange nicht mehr getragen wurde. Dieser Schritt fällt den meisten bekanntlich am schwersten. Am besten fangen wir mit den Stellen an, wo sich am meisten anhäuft: Schubladen, Regalfächer oder eben auch im Kleiderschrank. Hat man erst mal angefangen, fällt es auch immer leichter und geht es auch immer schneller, die Entscheidung zu treffen, was bleibt und was geht.

Aufräumen

Jetzt, wo Ungeliebtes aussortiert und Neuer Platz geschaffen worden ist, steht ein gründlicher Frühjahrsputz an. So wird auch am besten sichtbar, wie viel Ballast wir über Bord geworfen haben. Freie Flächen, leere Regalfächer und Schubladen, deren Inhalt sich mit überschaubaren Handgriffen herausnehmen lässt, sind eine erste Belohnung und machen vielleicht sogar Lust darauf, alles richtig zu schrubben und zum Glänzen zu bringen. Nach dem Saubermachen wird wieder einsortiert – und zwar mit System. Die goldene Regel lautet: Jedes Teil hat einen Platz. Was keinen festen Aufbewahrungsort hat, wird immer wieder im Weg herumliegen. Auch Gegenstände, die täglich in Gebrauch sind und dadurch vielleicht den Ort wechseln, sollten beim Weg- und Aufräumen einen Platz haben. Dabei wird uns außerdem bewusst, wie viele Sachen die meisten von uns doch besitzen. Selbst nach Ausräumen, Aussortieren & Co. sind unsere Wohnungen noch voll eingerichtet und nur selten fehlt etwas Wichtiges im Haushalt. Was uns zum nächsten Punkt bringt.

Austauschen

Wie bereits erwähnt finden wir in unseren vier Wänden sicherlich jeden Gegenstand, den wir im Haushalt und im Alltag brauchen. Dennoch gibt es auch immer wieder Möbelstücke oder Gegenstände, die zwar ihren Zweck erfüllen, aber nicht gefallen oder nicht zum Einrichtungsstil passen. Ähnlich wie bei Kleidung, dürfen oder sollten wir auch im Wohnraum nach Geschmack, Passform und Qualität gehen. Schließlich wollen wir unser zuhause zum schönsten Ort für uns machen, an wir uns rundum wohlfühlen, an dem wir glücklich sind. Es spricht also nichts dagegen, den runden Küchentisch auszutauschen, dessen Form nie richtig in den Raum gepasst hat. Stattdessen darf ein hochwertiges neues Stück Einzug halten, über das wir uns jeden Morgen beim Frühstück freuen. Ungeliebte Gegenstände loswerden geht zudem auch ganz einfach – über zahlreiche Plattformen oder bei klassischen Trödelläden in der Umgebung. Und wer weiß, vielleicht besitzt der runde Küchentisch die perfekten Maße für das Esszimmer eines Freundes?

Unser Zuhause ist ein Spiegel und auch ein großer Einflussfaktor für unseren Geist und unser Wohlbefinden. Wie ein schönes Zuhause aussieht, ist für jeden individuell. Uns selbst einen Clear Space, eine Raum zu schaffen, in dem wir uns tatsächlich wohlfühlen können, erhöht deutlich die Möglichkeiten, sich zuhause zu erholen und zu renegerieren.