Immunsystem: Gewappnet in die kalte Zeit

Die COVID-19 Neuinfektionen steigen rasant und zudem eilen wir auch noch mit schnellen Schritten der Grippe– und Erkältungszeit entgegen. Bevor schon allein bei dem Gedanken daran schlechte Laune aufkommt, zeigen wir hier, wie wir den Viren die Stirn bieten und frisch und munter in die kalte Jahreszeit starten können.

Fit in den Herbst

So verlockend es auch klingen mag, sich bei den Temperaturen den ganzen Tag in die gemütliche Wolldecke einzukuscheln, heiße Schokolade zu trinken, durch Food-Delivery-Seiten zu scrollen und den Lieblingsfilm zu starten – besonders während der kühlen Jahreszeit ist Bewegung an der frischen Luft ein Muss. Keine Sorge, du musst dich nicht gleich Hals über Kopf ins nächste HIIT-Workout stürzen oder eine 3-stündige Bouldersession starten, auch ein Spaziergang oder eine kurze Fahrradtour bringen deinen Kreislauf kräftig in Schwung.

Auch wenn die Sonnenstrahlen nicht mehr so stark sind, da sind sie trotzdem und sie helfen dabei, eine ordentliche Portion Vitamin D zu tanken. Als Schlüsselhormon des Immunsystems ist dieses unverzichtbar für unsere Abwehrkräfte. Der Kalziumstoffwechsel wird reguliert, die Killer-Zellen der Körperabwehr zur gezielten Bekämpfung von Krankheitserregern aktiviert und die Entstehung von Autoimmunkrankheiten verhindert. Gleichzeitig kurbelst du die Durchblutung an, hältst das Gehirn fit und kannst ganz nebenbei den Blick über das leuchtende Farbenmeer des Herbstes schweifen lassen. So schlecht klingt das doch gar nicht, oder?

Stoßlüften

Zuhause angekommen, möchte man am liebsten sofort die kalte, feuchte Luft aus der Wohnung verbannen und die Heizung volle Kanne aufdrehen. Um die Erkältungsviren allerdings hinaus zu schleusen ist es wichtig, regelmäßig stoßzulüften und neue Luft hinein zu lassen. Die warme Raumluft trocknet unsere Schleimhäute aus und steigert so das Infektionsrisiko. Ein kurzer Durchzug hält die Viren dagegen auf Trab und verhindert dessen Einnisten.

Einmal Lächeln, bitte!

Lachen ist ansteckend – und das diesmal ganz im positiven Sinne. Es macht uns glücklich, ja regelrecht euphorisch. Und das Beste: Zeigen wir ein Lächeln, freut sich unser Immunsystem gleich mit. Das Ausschütten von Glückshormonen fördert den Abbau von Stresshormonen, stärkt unsere Abwehrkräfte und wirkt dabei sogar schmerzlindernd. Schonmal von Krankenhausclowns gehört? Wir können uns da nur der Meinung von Charlie Chaplin anschießen: Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

Abwehrkräfte stärken

An apple a day keeps the doctor away – eine ausgewogende Ernährung ist das A und O eines starken Immunsystems.
Glücklicherweise bietet uns die Saison alles, was nötig ist, um sich einen eigenen Vitamin-Cocktail zu mixen. Unser Motto: Farbenfroh, saisonal, naturbelassen. Wir haben uns mal die Top-3 Zutaten eines effektiven Immunboosters herausgepickt.

Kürbis

In verschiedenster Form, Größe und Farbe schmückt der Kürbis nicht nur unser Zuhause als ästhetische Herbstdekoration, er ist ebenso wertvoll für das eigene Immunsystem. Insbesondere der enthaltene Pflanzenstoff Beta-Carotin verhilft den Zellen zu einem schnellen, gesunden Wachstum und schützt den Körper vor Giftstoffen und der Bildung freier Radikale. Ob Kerne, Fruchtfleisch oder Öl – der Kreativität in der Küche sind hier keine Grenzen gesetzt. Ein zusätzliches Plus: strahlende Haut und prachtvolle Haare.

Ingwer

Ein leichtes Kratzen im Hals, belegte Stimme und schwerfälliges Schlucken? Da ist die nächste Erkältung oftmals nicht weit. Es wird Zeit für unsere Wunderwaffe: Ingwer. Die Wärme und Schärfe der enthaltenden ätherischen Öle bringt die Körpersysteme kräftig in Schwung. Ein idealer Muntermacher in der düsteren Jahreszeit, der auch deinem Immunsystem einen ordentlichen Stups gibt und dich von Entzündungen befreit.

Karotte

Möhren sind ein echter Power-Mix aus Vitaminen und Mineralien. Reich an Vitamin B1, B2, C und E sowie Beta-Carotin, Eisen und Kalium stehen sie ganz weit oben auf dem diesjährigen Winterspeiseplan. Sie helfen bei dem Aufbau einer intakten Darmflora und sorgen dafür, dass unser Immunsystem gut funktioniert. Ein echter Gesundmacher, der sich im Nu zu Salat, Saft oder Kuchen verarbeiten lässt.

Man merkt: Nicht nur draußen legt sich langsam ein rötlicher Schleier über die Wege der Stadt, auch in der Küche ist Farbe angesagt! Mit einer ordentlichen Portion Obst und Gemüse am Tag baust du dir dein eigenen Schutzschild und gibst Viren und Bakterien keine Chance.

Kraft tanken

Kaum werden die Tage kürzer, ist es gar nicht mehr so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen. Die Schule hat wieder begonnen, Überstunden sind fällig, das Fitnessstudio ruft und jetzt hat sich auch noch die gesamte Familie zu Besuch angekündigt – schon hat uns der Stress eingeholt. Und gerade dann haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Stresshormone wie Cortisol schwächen die Abwehrkraft des Immunsystems und machen uns anfällig für Erkältungen und andere Krankheiten. Deshalb unsere Bitte: Auch mal Nein sagen, eine Auszeit nehmen und den sozialen Stress reduzieren.

Schaff dir Zuhause einen Ruhepol, eine Oase der Entspannung. Für die einen mag das die Couch sein, für die anderen das Bett oder die Badewanne. Ätherische Öle, beruhigende Geräusche und ein gutes Buch können dabei helfen, die Anspannung des Alltags zu lösen und dich von der inneren Unruhe zu befreien. Auch gezielte Entspannungsübungen bieten die ideale Möglichkeit, die Nervosität, Wut und Angst des Alltags zu verbannen. Meditation und Yoga aktivieren den Parasympathikus des Nervensystems und sorgen für ein inneres Lächeln.
Probiere es doch mal aus und nutze den Sonnengruß oder den Halbmond als Quelle der Ruhe und Inspiration.

Genügend Schlaf

Am Ende des Tages heißt es nun: Schlaf gut, tief und fest. Währenddessen entspannt sich nicht nur der Körper, sondern auch die Seele. Doch wie lang ist die optimale Schlafenszeit? Natürlich gibt es hierbei keine feste Regel. 7-8 Stunden täglicher Schlaf haben sich jedoch in jüngsten Studienergebnisse als Richtlinie für einen gesunden Schlaf herauskristallisiert. Währenddessen gelingt nicht nur die körperliche Regeneration, auch werden Hormone produziert, die für die Bildung von Immunzellen essenziell sind. Ist der Schlaf zu kurz, trägst du nicht nur den zuvor gesammelten Stress mit in den nächsten Tag, sondern startest zudem mit geringerer Immunität.

Schlaue Tipps und Tricks hin und her – schlussendlich ist es das allerwichtigste, auf den eigenen Körper zu hören und dessen Signale wahrzunehmen. Und eins ist sicher: Schon kleine Maßnahmen zeigen große Wirkung!