Ab ins Kino: „Dieses bescheuerte Herz“

Plakat des Films "Dieses bescheuerte Herz"

Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Lebemann Lenny aus reichem Haus und der herzkranke David. Der eine feiert jede Nacht durch, der andere weiß nicht, ob er seinen 16. Geburtstag erleben wird. Und aller Unterschiede zum Trotz entsteht eine Freundschaft, die aufrichtiger und tiefer nicht sein könnte. Klingt nach dem Stoff, aus dem Kinofilme gemacht sind? Stimmt, allerdings basiert die Handlung von „Dieses bescheuerte Herz“ auf einer wahren Geschichte.

Kino-Spaß mit Elyas M’Barek

Gleich zu Eingang des Films fährt Elyas M’Barek, alias Lenny, direkt betrunken seinen Audi R8 in den Pool. Er lebt in der Villa seines Vaters und verschwendet dessen Geld. Keine Werte und kein Ziel vor Augen. Bis es seinem Vater endlich zu bunt wird und er ihm eine Bedingung aufdrückt: Lenny soll sich dem todkranken David (gespielt von Philip Noah Schwarz) annehmen, ihm seine Wünsche erfüllen und mit ihm einfach eine gute Zeit verbringen – denn: Davon bleibt David vielleicht nicht mehr viel. Ansonsten droht Lenny das Abdrehen des Geldhahns. Und wenn er eins nicht will, dann das.

 

Ein Film über Freundschaft

Lenny macht sich also ans Werk, sieht das Ganze aber als reine Pflichterfüllung an und ist dementsprechend halbherzig bei der Sache. Und einige von Davids Wünschen sind auch gar nicht mal so einfach zu erfüllen: Mädchen kennenlernen, ihr eine Rose schenken, sich verlieben, steht da auf seiner Wunschliste. Lenny kauft dem Jungen ein cooles Outfit, fährt mit ihm Sportwagen und glaubt, die Sache habe sich damit erledigt. Schnell merkt Lenny aber, dass Davids Leben am seidenen Faden hängt und dass er schon viel tiefer in dieser ungleichen Freundschaft gefangen ist, als er es geplant hatte.

Filmstill mit Elyas M'Barek aus "Dieses bescheuerte Herz"

© Constantin Film

Tränen und Lacher

Die Stärke des Films liegt sicherlich darin, dass er ein ernstes Thema lustig angeht. Lenny, der sich im Leben vor jeder Verantwortung drückt und nichts wirklich ernst zu nehmen scheint, behandelt den schwerkranken David nämlich nicht gerade zimperlich. Im Gegenteil: Der Protagonist stellt die Krankheit nicht in den Vordergrund, fasst ihn nicht mit Samthandschuhen an – und tut dem Jungen genau aus diesem Grund so gut. David kennt fast nur Operationssäle von Innen und seine Mutter macht sich die meiste Zeit Sorgen um ihren Sohn.

Filmstill aus "Dieses bescheuerte Herz" mit Elyas M'Barek und Philip Noah Schwarz

@ Constantin Film – Elyas M’Barek und Philip Noah Schwarz

Da bringt Lenny endlich neuen, frischen Wind in das Leben des 15-Jährigen. Trotzdem schlägt „Dieses bescheuerte Herz“ natürlich auch leise Töne an. Nach „Fack ju Göthe“ ein echtes Kontrastprogramm für Elyas M’Barek. Hier schlägt er ungewohnt ernstere Töne an und verkörpert mit Lenny eine Figur, die eine 180-Grad-Wandlung durchmacht. Die Mischung aus Lachen und Tränen sorgt für kurzweilige Kino-Unterhaltung, die dennoch zum Nachdenken anregt.

Elyas M'Barek in Filmszene aus "Dieses bescheuerte Herz"

© Constantin Film mit Elyas M’Barek

Eine wahre Geschichte

Der Film beruht auf dem Buch und somit wahren Ereignissen von Lars Amend und Daniel Meyer, welches 2013 erschien. Der 15-jährige Daniel, der quasi nur ein halbes Herz hat, hatte eine Liste mit 25 Punkten angefertigt, die er in seinem Leben noch erleben wollte. Und Lars Amend ließ sie für den Jungen Wirklichkeit werden. Eine rührende Geschichte, für die sich Constantin Film direkt die Rechte sicherte.

"Dieses bescheuerte Herz" mit Elyas M'Barek, Philip Noah Schwarz und Lisa Bitter

© Constantin Film – Lisa Bitter, Philip Noah Schwarz, Elyas M’Barek

„Dieses bescheuerte Herz“ startet am 21. Dezember in den deutschen Kinos! Angucken!