DIY: Handschuhe einfach selber nähen

Büchercover vom DK Verlag zum Thema Nähen

Wie wäre es denn mit Handschuhen in perfekten Schnitten – optimal auf deine Maße abgestimmt. Muster und Prints, genau nach deinen Vorstellungen. Und das witzige Logo, was du dir selber ausgedacht hast. Supercoole DIY-Kleidung zu designen, das ist nicht nur den prestigeträchtigen Stardesignern vorbehalten, die in feinen Anzügen über den roten Teppich spazieren. Und wer bei Nähmaschinen und Garn an Omas heißgeliebte Sockenkreationen denkt, der ist schiefgenäht. Selber Nähen ist derzeit voll im Trend. In den gemütlich-kleinen Bastell-Läden stapeln sich Stoffe und Knöpfe in allen Farben und Formen des Regenbogens und warten darauf, von dir vernascht zu werden. Wäre es nicht toll, der Star-Designer deiner eigenen Mode zu sein?

Was brauchst du alles zum Nähen?

Das Wichtigste, was du zum Nähen brauchst, hast du bereits. Aufgepasst jetzt wird’s etwas esoterisch: Deine eigene Fantasie! Klingt zu einfach? Ist aber so. Nähen ist das Ausformen deiner Gedanken – ganz genauso wie malen – nur mit weniger Pinsel. So, und um jetzt ein richtiger Näh-Nadel-Picasso zu werden, geht’s an die Grundausstattung. Informiere dich auch über die diversen Bücher zum Thema Nähen vom DK Verlag. Das was jeder braucht, ist:

Bunte Knöpfe liegen in einer Holzkiste

Buntes Nähvergnügen

Da beißt die Maus keinen Faden ab

Anfänger sind womöglich verwirrt. Das scheinbar undurchdringliche Dickicht aus Angeboten kann zu Frustrationen führen. Doch no panic! Zunächst solltest du dir die Frage stellen, wofür du deine Nähmaschine in Zukunft einsetzen möchtest. Es gibt nämlich Nähmaschinen in allen Farben, Größen, Formen und Preiskategorien. Für einen Anfänger macht es demnach weniger Sinn, ein computergesteuertes Supergerät zu kaufen, welches gleichzeitig Hochglanzhemden nähen und Autofahren kann. Im Einsteigerbereich gibt es weniger preisintensive Geräte, mit denen man ohne Probleme Kissen, Decken, Kleidungsstücke oder vielleicht sogar ein Tipi für Kids nähen kann. Zum Beispiel die Toyota-Nähmaschine mit 50 Programmen, Einfädelhilfe und praktischem Fadenabschneider.

Frau am Nähtisch mit Nähmaschine aus der Vogelperspektive

Hast du alles zum Nähen?

Welche Nähmaschine brauchst du?

Zuallererst solltest du dir einige Nähmaschinen anschauen. Ist der Einfädelpfad gut beschrieben? Welche Nähte brauchst du? Brauchst du wirklich zehn verschiedene Zickzacknähte oder reichen einige wenige? Erst, wenn du denkst, dass du die Handhabe deiner zukünftigen Nähmaschine verstanden hast, dann kannst du zuschlagen. Wie so oft gilt auch hier: Funktion ist wichtiger, als Form.

Das Herzstück der Nähmaschine: der Nähfuß

Achte im Besonderen auf den Nähfuß. Dieser ist das Herzstück der Nähmaschine und als solches dafür verantwortlich, den Faden in den Stoff zu nähen. Also genau das, was eine Nähmaschine so macht. Damit du eine möglichst große Vielzahl an unterschiedlichen Stoffen bearbeiten und verschiedene Stiche anwenden kannst, brauchst du diverse Nähfüße.

Letzten Endes fußt alles auf Erfahrung. Welchen Fuß du für welchen Stoff brauchst, siehst du hier:

 Der goldene Schnitt – Die Stoffschere

Eine Schere brauchst du, um deinen Stoff in die richtige Form zu bringen. Achte darauf, dass sie dir gut in der Hand liegt. Eine alte Weisheit lautet: „Mit einer Schere sollte man nicht schneiden, sondern durch den Stoff gleiten!“ Also, finde deine Schnittmenge.

Frau näht mit Stecknadeln

© Kris Atomic via Unplash

 Perfekt eingefädelt: Was brauchst du noch?

Wenn du eine Nähmaschine gefunden, und eine Stoffschere bei der Hand hast, dann schnapp dir außerdem: Stecknadeln, ein Nagelkissen, Filzstifte zum Schnittmuster-markieren, Paus-Papier, einen ruhigen Ort mit ausreichender Beleuchtung und natürlich: einen schönen Stoff!

Frau trägt Handschuhe im Winter

© Dimitry Ratushny via Unplash

Verflixt und zugenäht – Was nähe ich jetzt? 

Naja, heute zeigen wir dir, wie du dir dein perfektes Paar Handschuhe selber machst.

Was brauchst du: deine Nähmaschine, einen Stoff deiner Wahl, einen Filzstift, eine Stoffschere und natürlich Lust!

Für die visuellen Typen gibt es hier ein sehr schönes Video, mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Handschuhe einfach selber nähen

  1. Such dir einen schönen Stoff aus – Es ist alles erlaubt. Eine Mischung aus knallgelb und rosarot mit kleinen lachenden Spongebobs? Gerne. Cool ist, was du willst!
  2. Schneide dir aus den riesigen Stoffballen zwei Quadrate aus (ungefähr so groß, dass jeweils zwei deiner Hände auf einem Quadrat Platz finden), welche du anschließend aufeinanderlegst. Ganz wichtig: Seitenverkehrt! Denn, die spätere Naht soll ja nicht von außen sichtbar sein. Sei hier vorsichtig und arbeite sehr genau.
  3. Schnapp dir als Nächstes, Kreide, einen Filzstift oder Kuli oder welches Schreibutensil auch immer griffbereit liegt.
  4. Lege deine beiden Hände abwechselnd auf deine übereinandergelegte Quadrat-Kombi und zeichne sie nach.
  5. Jetzt geht’s ans Eingemachte. Nimm deine Nähmaschine und nähe entlang deiner Markierungen nach, um deinem Handschuh Leben einzuhauchen.
  6. Hast du die letzten Schritte erfolgreich umgesetzt, kannst du mit einer soliden Stoffschere jetzt um den Handschuh herum schneiden und den überschüssigen Stoff entfernen. Dann drehst du die Handschuhe um.
  7. Congratulations! Dein eigenes, von Hand selbstgemachtes cooles Paar Handschuhe ist fertig!