KURIOSE OSTERBRÄUCHE AUS ALLER WELT

Wie die Zeit vergeht! Eben war noch Weihnachten, jetzt steht schon wieder Ostern vor der Tür. Um euch die Wartezeit bis zum Osterfest zu versüßen, haben wir 7 kuriose Osterbräuche aus aller Welt für euch zusammengetragen. Übrigens: Falls Du an unserer großen Ostereiersuche teilnimmst und nach den Lösungswörtern suchst, dann schau Dir diesen Artikel bitte besonders gut an.

Und hier kommt schon der erste Osterbrauch:

 

Großbritannien: Eier-Rollen & Pfannkuchen-Rennen

Alle lieben Pancakes. Wir lieben sie, die Briten lieben sie, und ganz besonders lieben sie die Einwohner des Dörfchens Olney in der britischen Ortschaft Buckinghamshire. Die lieben die fluffig-leckeren Teigkuchen nämlich so sehr, dass sie die Ostersaison jedes Jahr mit einem Pfannkuchenrennen einläuten. Um die Wette gelaufen wird mit einem Pfannkuchen samt Pfanne in der Hand. Gewinner ist, wer als erster im Ziel ist und den Pfannkuchen auf dem Weg auch noch drei Mal gewendet hat. Ganz schön tricky!

Toppen kann diese Tradition eigentlich nur noch das ebenso beliebte Egg Rolling. Wie der Name nahelegt, lässt man die Ostereier hier rollen – und zwar einen Hügel oder eine abschüssige Straße hinunter. Es versteht sich von selbst: das schnellste Ei gewinnt. Und weil dieser Brauch so schön ist, ist er auch in den Vereinigten Staaten von Amerika bekannt, wo der Präsident im Weißen Haus alljährlich zum The White House Easter Eggs Roll einlädt.

 

Australien: Vom Bunny zum Bilby

Weil für ungeschulte Augen der Hase dem Kaninchen zum Verwechseln ähnlich sieht, und weil Kaninchen Down Under nicht beliebt, sondern vielmehr als Plage bekannt sind, haben die Australier kurzerhand den Osterhasen durch den Oster-Bilby ersetzt. Der possierliche Nasenbeutler hat ähnlich lange Ohren wie ein Hase und wie jener ist er zu Ostern auch in Schokoladenform erhältlich. Sein praktische Beuteltasche bietet sich außerdem perfekt zum Transport all der guten Ostergaben an.

 

Frankreich: Das vielleicht größte Omelette der Welt 

Im verschlafenen Bessières im Südwesten Frankreichs erwartet Einheimische als auch Besucher alljährlich ein kulinarisches Event der ganz besonderen Art. Seit 1973 wird in dem romantischen Dörfchen an jedem Ostermontag ein riesiges Omelette in einer Pfanne von sage und schreibe 4 Metern Durchmesser aus mehr als 15.000(!) Eiern zubereitet. Die Tradition geht der Legende nach auf einen Besuch Napoléons zurück, dem das Omelette bei einem Kurzaufenthalt in seiner Herberge so sehr mundete, dass am nächsten Tag eine Riesen-Version der Spezialität für sein gesamtes Bataillon zubereiten ließ.

 

Irland: Nie wieder Fisch!

Weil man als guter Christ in alten Zeiten während der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern pflichtbewusst auf Fleisch, Wurst, Milch und Käse verzichtete, sprachen viele stattdessen stark dem gesalzenen Hering zu. Eine harte Zeit für das Business von Metzger, Käser, Milchverkäufer & Co. War die Fastenzeit endlich um, freuten sich nicht nur die fastenden Dörfler über das Ende der Fisch-Diät. Unter großem Tamtam trugen die Metzger mit der feiernden Bevölkerung im Schlepptau einen symbolischen Hering zu Grabe – und warfen ihn zurück ins Meer. In Gedenken an diese strengen Fastenzeiten wird mancherorts auch heute noch zu Ostern ein Hering beerdigt.

 

Mexiko: Party, Passion & Piñata

Festlich geschmückte Straßen, bunte Umzüge, Musik & tanzende Menschen wohin das Auge auch schaut – in Mexiko ist Ostern ein wahres Volksfest. Ostereier findet man weniger, dafür gehören aber Straßenumzüge und Prozessionen genauso dazu wie die bunten Piñatas. Die mit Leckereien gefüllten Kreppfiguren werden an Bäumen befestigt. Kinder erhalten einen Stock und versuchen mit verbundenen Augen die Piñatas aufzuschlagen, um so die Köstlichkeiten zutage zu fördern. Besonders spektakulär wird es mit den Passionsspielen in Mexiko City. Bis zu zwei Millionen Besuchern pilgern am Karfreitag zum Sternenhügel „Cerro de la Estrella“ und schauen sich die beeindruckende Re-Inszenierung der Kreuzigungsszene an.

Philippinen: Selbstgeißelung statt Schokolade

In der Stadt San Fernando auf den Philippinen wird die historische Nachstellung der historischen Geschehnisse um Ostern ganz besonders ernst genommen. So ist es nicht unüblich Gruppen von Männern durch die Straßen wandeln zu sehen, die sich mit selbstgemachten Peitschen geißeln. Im Anschluss lassen sich einige von ihnen sogar ans Kreuz nageln – und zwar wortwörtlich. Verwandte, Bekannte und tausende schaulustige Touristen reisen alljährlich an, um dieses Spektakel zu erleben. Übrigens: Die Kirche missbilligt diesen Brauch – und trotzdem hält sich diese lokale Tradition hartnäckig bis heute.

 

Bulgarien: Der Brauch mit dem Knacks

In Bulgarien spielen die klassischen Ostereier eine wichtige Rolle. Sie werden traditionell rot bemalt – denn die Farbe soll an das Blut Christi erinnern. So richtig zum Einsatz kommen sie aber erst nach der Ostermesse. Am Ostersonntag werden nach dem Kirchenbesuch die bunt bemalten Eier wahlweise an der Kirchenwand angeknackst oder beim allseits beliebten Eierkampf mit der Spitze gegen einander gestoßen. Die Tradition besagt, dass der Besitzer des Ei’s, das am Ende noch ganz bleibt, das folgende Jahr über mit bester Gesundheit und viel, viel Glück gesegnet sein soll.

Hast du eine Idee, welche Begriffe als Lösungswörter in Frage kommen? Hier kannst Du loslegen mit der Ostereiersuche.