Schenk dir, was du liebst

Nachdem wir schon besprochen haben, wie wir unseren Liebsten, ob nah oder fern, in diesem Jahr eine Freude machen können (den Artikel kannst du hier nachlesen), geht es nun darum, die wichtigste Person in unserem Leben glücklich zu machen. Ja, wir meinen dich damit. Du bist du wichtigste Person in deinem Leben und hast an Weihnachten wie auch an jedem anderen Tag des Jahres nur das Beste verdient. Aber da jetzt nun mal Weihnachten ist, wieso es nicht gleich als Weihnachtsgeschenk verpacken?

Selbstliebe im Fokus

Themen rund um Selbstliebe sind derzeit in aller Munde und haben sich vom Kalenderspruch bis hin zu einer ganzen Reihe an Büchern, Coachings und Podcasts weiterentwickelt. Finden wir alles super, deshalb gilt unsere Geschenkesuche in diesem Jahr nicht nur Freunden und Familie, sondern besonders uns selbst.

In unserem ersten Artikel zu Geschenken nach den fünf Sprachen der Liebe haben wir überlegt, wie wir anderen Menschen das schenken, was ihr Herz berührt. Und nun ist es an der Zeit, uns selbst dieses Geschenk zu machen. Was ist dein tiefster Wunsch, das größte Geschenk, dass du dir selbst machen kannst? Und auf welche Art hast du am meisten davon? Auch hier geht es wieder um die fünf Sprachen der Liebe, die wir sprechen. Nur eben nicht in einer Paarbeziehung, sondern in der One-(Wo-)Man-Beziehung mit uns selbst.

 

Quality (Me-)Time

Meistens denken wir nur daran, Zeit für unsere liebsten Mitmenschen einzuräumen und vergessen völlig, dass dabei zu wenig Zeit für uns selbst übrigbleibt. Me-Time ist dabei zu einem Begriff geworden, der in einem Atemzug mit Selbstliebe fällt und genau das meint: Zeit mit sich verbringen, und zwar so, wie du es am liebsten magst. Beim Spazierengehen, beim Kochen, beim Nichtstun auf der Couch. Das bedeutet auch ganz klar, dass in dieser Zeit eben keine wichtigen Aufgaben erledigt oder To-Dos abgehakt werden. Hier geht es nur um dich und darum, zu genießen.

Qualität über Quantität: Wir sprechen so häufig davon, sich genug Zeit für uns selbst nehmen zu müssen – und setzen uns damit wieder selbst unter Druck. Wenn du gerade viel Stress hast und scheinbar nie zur Ruhe kommst, ist es vielleicht einfach dieser Moment am Morgen, wenn du einen heißen Kaffee aus deiner Lieblingstasse schlürfst, aus dem Fenster siehst, auf die weiße Wand starrst oder der Radiomusik lauschst – dieser Augenblick gehört nur dir, nimm ihn als diesen wahr. Du siehst also, es ist gar nicht wichtig, ob deine freie Zeit für dich ein 5-Minuten-Zeitfenster ist oder mehrere Stunden am Tag umfasst, wenn du diese Momente in vollen Zügen bewusst genießt.

Sag’s dir selbst!

Wie schön, dass es dich gibt – wem zaubert ein Satz wie dieser nicht ein Lächeln ins Gesicht? Die Macht der Worte ist unumstritten. Umso wichtiger also, dass wir diese Kraft sinnvoll nutzen. Und dafür brauchen wir nicht mal eine Person, die sie uns schenkt oder der wir etwas Liebes sagen können. Also, genau genommen braucht es doch eine Person. Und zwar dich. Du brauchst niemanden, der dir sagt, dass du wichtig bist, der dir bestätigt, was du alles kannst – das weiß niemand besser als du selbst.

Ein einfacher Weg, sich an seine eigene Zuneigung für sich selbst zu gewöhnen, ist das Journaling – wir können es aber auch ganz klassisch Tagebuch schreiben nennen. Besorge dir ein schönes Notizbuch, lege es neben dein Bett oder auf deinen Schreibtisch und notiere dir deine Ziele, deine Gedanken, deine Motivation für den Tag und schreibe dir selbst in den liebevollsten, einfühlsamsten Worten. Es ist belegt, dass sich Denken, Handeln und Fühlen gegenseitig beeinflussen, und dass positive Gedanken auch einen positiven Effekt haben ist schließlich keine Neuigkeit. Sei dir also selbst dein*e beste*r Freund*in und beginne damit, es dir auch zu sagen (oder zu schreiben).

Wenn du merkst, dass das Schreiben nicht ganz dein Ding ist und du es schwer in deinen Alltag integrieren kannst, kannst du natürlich auch lesen. Nimm dir Bücher zur Hand, die dich selbst ermutigen, die dir Zuspruch oder einfach nur ein gutes Gefühl geben. Und auch hier noch mal: Positives Denken beeinflusst unser Handeln.

 

Komm näher

Max Raabe hat Recht, wenn er singt: Küssen kann man nicht alleine. Und wir wollen hier gar nicht erst versuchen, das Gegenteil zu beweisen. Klar, Berührungen sind ein wesentlicher Teil in einer Paarbeziehung. Was aber noch lange nicht heißt, dass wir unseren Körper nur dann spüren, wenn uns jemand anderes zu nahekommt – oder es irgendwo wehtut.

Wenn du ein Mensch bist, dem körperliche Nähe sehr wichtig ist oder gerade in der aktuellen Zeit stark fehlt, kannst auch du allein etwas für dich tun. Nimm dir Zeit und massiere dich selbst, von den Füßen bis zum Kopf kommen wir an die meisten Stellen selbst ran. Creme dich mit duftenden Ölen oder pflegenden Cremes ein, gönn dir selbst eine Kopfmassage bei der Haarwäsche und hülle dich danach in kuschelige Kleidung. Die passenden Textilien und Schnitte haben übrigens auch einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Oder wie fühlst du dich während eines langen Tages in engen Lederschuhen oder in einem kratzigen Wollpulli? Eben. Und das funktioniert auch andersrum. Warme Hausschuhe (fürs Home-Office) und eine weiche Mütze beim Spazierengehen schenken uns ein wundervolles Körpergefühl und decken zumindest ein klein wenig unser Kuschelbedürfnis.

Beschenk dich

Gibt es diese eine Sache, die du schon so lange im Bick hast? Bei der du immer wieder überlegst, ob du sie wirklich kaufen solltest oder vielleicht doch lieber darauf wartest, dass jemand an Weihnachten deinen Wunsch erfüllt? Wir sagen dir: Kaufen! Und zwar selbst. Mach dir genau das Geschenk, das du schon so lange möchtest und von dem du genau weißt, dass es dir viel Freude bereiten wird. Ob es etwas Sinnvolles wie ein Fahrradhelm ist, ein für deine Verhältnisse viel zu knalliger Lippenstift oder ein vermeintlich überflüssiges Küchengerät – gönn es dir und warte nicht länger darauf, dass jemand anderes deine Gedanken liest.

Uns ist natürlich klar, dass einzelne Gegenstände niemanden glücklich machen, aber manchmal sind es eben diese Dinge, die uns zu unserem Glück verhelfen. Eine mutige Farbe, mit der wir selbstsicherer auftreten, ein Sportgerät, das uns zum Fitness-Ziel verhilft oder einfach nur ein Gegenstand, der uns einen Moment Freude beschert, wenn wir ihn in den Händen halten – so sollten Geschenke sein. Und wer kennt deine Wünsche besser als du selbst?

Helfende Hände

Wahrscheinlich glauben die meisten von uns, dass Menschen, die gerne helfen, auch viel Hilfe bekommen. Doch gerade bei denjenigen unter uns, die ihre fleißigen Hände beinahe überall mit drin haben, ist es manchmal umso schwieriger, selbst welche anzunehmen. Für den Punkt der Hilfsbereitschaft solltest du dir vorher also ganz ehrlich folgende Fragen stellen:

  • Helfe ich, um Hilfe zu bekommen?
  • Erfüllt es mich, anderen Menschen zu helfen – ganz ohne Gegenleistung?
  • Helfe ich anderen, obwohl ich selbst Hilfe bräuchte?
  • Und: Wird meine Hilfe gebraucht?

Wenn du zu den Menschen gehörst, deren Herz es erfüllt, sich um andere Menschen zu kümmern, hast du auf jeden Fall viele Optionen, dich und andere glücklich zu machen. Vergiss aber nicht, dass nicht jede Person umsorgt und bemuttert werden möchte. Dafür gibt es umso mehr Projekte, bei denen deine Hilfsbereitschaft mehr als erwünscht ist. Hilfe muss nicht immer gleich eine offizielle ehrenamtliche Tätigkeit sein. Vielleicht freut sich deine Nachbarin riesig darüber, wenn du ab und zu ihren Hund sittest – und du kommst in den Genuss, für ein paar Stunden in der Woche Herrchen bzw. Frauchen sein zu dürfen.

Ein anderer Fall ist es, wenn du merkst, dass du viel hilfst und gibst, aber nicht das zurückbekommst, was du erwartest oder brauchst. Mach dir selbst deutlich, was du von anderen erwartest und was dir helfen könnte, einen entspannteren Alltag zu führen. Nehmen wir das Beispiel Haushalt – wieso nicht einfach eine Haushaltshilfe engagieren, die dir unter die Arme greift. Vielleicht hilft dir auch etwas Banales wie ein Staubsaugerroboter. Egal, was es ist und um welchen Lebensbereich es sich dreht – hol dir die Hilfe, die du brauchst. Und nutze deine Energie für dich, um dann wieder mit ganzem Herzen geben zu können.

Und, hast du das passende Herzensgeschenk für dich gefunden? Wir wünschen dir eine wundervolle Weihnachtszeit und von Herzen die besten Geschenke, die zu dir passen.