So überleben deine Pflanzen den Urlaub

In den letzten Monaten hatten wir genug Zeit, um unseren grünen Daumen zu entwickeln und bei vielen von uns ist dadurch ein urbaner Dschungel aus der Wohnung geworden. Doch jetzt, wo wir auch mal wieder für ein paar Tage oder länger die Wohnung verlassen, wollen die Pflanzen weiter gehegt und gepflegt werden. Doch was tun, wenn keine Freunde oder Nachbarn da sind, um den Balkon und das Zimmergrün zu wässern? Wir haben die Tipps, wie deine Pflanzen gut durch deinen Urlaub kommen.

Kühl halten

Wer kommt bei schwülen Temperaturen nicht ins Schwitzen? Auch die Blumen verlieren ganz schön viel Feuchtigkeit, wenn Sonne und Wärme im Raum stehen. Wenn du für einige Tage unterwegs bist, solltest du deine grünen Freunde am besten in den Schatten und nach Möglichkeit in die kühlste Ecke deiner Wohnung stellen. Besonders gut funktioniert es, wenn du deine Pflanzen in die Dusche oder Badewanne bzw. ins Spülbecken auf ein Handtuch stellst, dass du vorher mit Wasser durchfeuchtest. So bleiben sie schön kühl und die Wurzeln können trinken.

Zurechtschneiden

Neben der Sonneneinstrahlung sind es auch die Blüten und Blätter selbst, die für das Verdunsten des Wassers sorgen. Bei Balkonpflanzen gilt: Vertrocknete Blüten und welke Blätter entfernen. Wenn du es übers Herz bringst, hilft auch ein radikaler Schnitt bei den Pflanzen, die im Sommer noch mal blühen –weg mit den Blüten und großen Blättern. So verlieren sie weniger Feuchtigkeit und können sich bis zu deiner Rückkehr wieder regenerieren – und schon wieder die ersten neuen Blüten bilden.

Einfach abtauchen

Egal, wie lange oder kurz du weg bist, in der Zeit deiner Abwesenheit sollte die Erde gut feucht sein, damit sie nicht gleich austrocknet. Am besten gelingt das, indem du die Pflanzen in Wasser tauchst. Fülle dafür Wasser in einen Eimer, der groß genug ist für deine Pflanzen, und halte die Töpfe so lange hinein, bis keine Blasen mehr aufsteigen und die Erde gut durchfeuchtet ist. So halten sie länger frisch und du vermeidest frühzeitiges Vertrocknen. Dieser Tipp ist auch praktisch für lange Hitzewellen, damit die Erde locker und feucht bleibt.

Wasser marsch!

Wenn du vorhast, einige Tage zu verreisen, dann hilft leider auch kein Kurzhaarschnitt und Tunken mehr – dann muss Wasser her! Eine einfache und kostengünstige Methode ist eine einfache Plastikflasche, in deren Deckel du ein Loch bohrst. Fülle sie mit Wasser und stecke sie kopfüber in die Erde, sodass Luft in die Flasche gelangt. Durch die Luft wird das Wasser nach und nach in die Erde abgegeben. Bei Blumenkästen kannst du gleich mehrere Flaschen verwenden.

Ton, Steine, Faden

Neben dem Flaschentrick gibt es auch noch andere „Hausmittel“, um deine Pflanzen zu erhalten. Allen voran die klassischen Tonkegel mit Glaskugeln, die in die Erde gesteckt werden und ebenfalls nach und nach Wasser abgeben. Die ansehnlichere Variante zur PET-Flasche sind sogenannte Wassersteine. Sie sind meist aus Glas und mit einem Korken verschlossen. Wenn du sie mit Wasser auffüllst, geben sie durch den Korken Flüssigkeit in die Erde. Ähnlich funktioniert es auch mit einem einfachen Wollfaden – schneide eine lange Schnur aus organischer Wolle (aber keine Schafwolle) ab und lege ein Ende in eine mit Wasser gefüllte Schale. Das andere Ende kommt in die Erde, möglichst nah an die Wurzeln. So kommt Schluck für Schluck frisches Wasser geliefert.

Wir wünschen dir eine schöne Urlaubszeit und drücken die grünen Daumen, dass dein Heim-Dschungel auch nach deiner Rückkehr blüht und grünt.