Spa-Auszeit zuhause – Aromatherapie

Düfte sind so viel mehr als nur Annehmlichkeiten. Sie verknüpfen sich mit unseren Erinnerungen, beeinflussen unsere Stimmung und können sogar im Alltag helfen. Wer hat noch nicht bei Schlafproblemen an Lavendel geschnuppert oder minzige Öle bei Kopfschmerzen und zum Neutralisieren von Gerüchten eingesetzt? Von der Nase steigen die Gerüche direkt in unser Nervensystem. Dadurch haben wir mit der Aromatherapie die Möglichkeit, einen positiven Effekt auf das gesamte Wohlbefinden auszulösen.

Was brauche ich für die Aromatherapie?

Geschmäcker sind verschieden – was dem einen gefällt, findet beim anderen keinerlei Anklang. Das gilt natürlich nicht nur bei ästhetischen Belangen und beim Essen, sondern auch bei Düften. Umso besser natürlich, wenn wir darauf selber Einfluss nehmen können und eine Aromatherapie nach eigenem Geschmack anwenden. Was du dafür brauchst? In erster Linie hochwertige ätherische Öle, die dir gefallen. Achte hier wirklich auf gute Qualität. Der Unterschied zwischen einem chemisch hergestellten Duft und auf natürliche Weise destillierte Essenzen ist gravierend. Erstere werden auch aus diesem Grund meist als Duftöl und nicht als ätherisches Öl bezeichnet. Natürlich spiegelt sich das auch im Preis wider – ätherische Essenzen kosten mehr, sind ihr Geld aber auf jeden Fall wert.

Apropos Qualität – selbst die reinsten Öle führen bei manchen zu Hautreizungen. Dafür am besten vor der Anwendung das Öl immer an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen. Wenn du deine Lieblingsnoten und ein paar Zutaten wie Kokosöl, Jojobaöl, Sonnenblumenöl oder Shea-Butter zuhause hast, kann es losgehen mit der Aromatherapie in den eigenen vier Wänden.

Der richtige Duft zur richtigen Zeit

Jeder Tag stellt andere Anforderungen an uns – und je nach Tageszeit ändern sich auch die entsprechenden Bedürfnisse. Für einen aktiven Start in den Tag sind zitrische Düfte hervorragend geeignet. Beim konzentrierten Arbeiten sorgt beispielsweise Rosmarin-Öl für das richtige Klima. Und zur Entspannung am Abend führen lockernde und aufheiternde Essenzen wie Jasmin, Orange oder Vanille. Passe die Atmosphäre in deinem Zuhause deiner Stimmung an. Dafür verwendest du am besten einen Diffuser mit ein paar wenigen Tropfen einer gewünschten Duftmischung. Alternativ kannst du auch mit einem Duftstein arbeiten oder ein Raumspray im Zimmer versprühen. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob du den Geruch selbst wahrnimmst – auch geringe, kaum wahrnehmbare Mengen ätherisches Öl zeigen Wirkung. Weniger ist mehr – zu viel Öl reizt schnell die Schleimhäute.

Massage, Peeling & Co.

Bei der Massage können die Düfte durch die Haut noch viel tiefer in unserem Organismus wirken. Als Peeling oder reines Massageöl werden weitere Sinneswahrnehmungen angesprochen, die von den ätherischen Ölen stimuliert werden. Sogar Verjüngen ist möglich – dafür sorgt zum Beispiel das Öl der rosa Grapefruit. Für ein vitalisierendes Peeling werden ein paar wenige Tropfen ätherisches Öl auf grobes bis mittelgrobes Salz geträufelt. Dazu kommt noch ein pflanzliches Öl in doppelter Menge des Salzes. Als Öl eignet sich zum Beispiel Kokosöl, Jojobaöl oder Mandelöl. Genauso gehst du auch für das selbstgemachte Massageöl vor – nimm dafür pflanzliches Öl und füge etwa ein Zehntel der Öl-Menge an ätherischen Ölen dazu.

Baden mit allen Sinnen

Ein Fest für alle Sinne wird es, wenn herrliche Duftmischungen zum heißen Bad dazugegeben werden. Eine Badewanne ist dafür natürlich von Vorteil, aber auch Dusch-Pralinen oder selbstgemachte Peelings mit ätherischen Ölen sorgen für eine Sinnesauszeit. Für einen Badezusatz fügst du einer Trägerflüssigkeit, das kann Sonnenblumen-, Kokos- oder auch Jojobaöl sein, alternativ aber auch Sahne oder Milch, etwa 5 Tropfen ätherisches Öl hinzu. Lavendel, Ylang-Ylang, Vanille und Jasmin sorgen für Entspannung und positive Stimmung. Klassiker in der Erkältungszeit sind Eukalyptus und Thymian.

 

Die passende Duftmischung finden

Einen anstrengenden Arbeitstag entschleunigen oder nach dem Nachmittagstief wieder in die Gänge kommen – mit der passenden Duftmischung kannst du jede Stimmung positiv beeinflussen. Für alle Aromatherapie-Einsteiger gibt es hier eine kleine Übersicht, welche Noten sich für die jeweilige Stimmung gut eignen. Natürlich darf ganz nach Lust und Laune gemischt und durchprobiert werden. Bei der Auswahl spielt auch der persönliche Geschmack eine große Rolle – wie kann man sich bei einem Lavendelbad erholen, wenn der Duft des blauen Wunders schon leichte Übelkeit hervorruft? Wähle Düfte aus, die dir gefallen, und probiere aus, in welcher Kombination sie am besten für dich funktionieren. Vielleicht gefällt dir eine erfrischende Note beim Raumduft oder das Lernen fällt dir leichter, wenn du etwas Blumiges in die Mischung dazu gibst? Lass dich überraschen!

Konzentration & Arbeit: Minze, Eukalyptus, Rosmarin, Bergamotte, Basilikum, Wacholder

 

Entspannung & Entschleunigung: Zypresse, Zedernholz, Orange, Rose, Ylang-Ylang, Lavendel, Sandelholz

 

Erfrischung & Harmonie: Grapefruit, Litsea, Bergamotte, Orange, Ylang-Ylang, Vanille, Rose, Zitrone, Weihrauch