Spring-Shooting – Unsere Stylistin Juliane im Gespräch

„Stylist ist nicht gleich Stylist!“, sagt Juliane. Sie muss es wissen. Denn sie ist Stylistin bei brands4friends und damit sowohl für das Tagesgeschäft, als auch für Sonderprojekte verantwortlich. Dabei geht es um viel mehr als um das Styling eines Models … Großzügig teilt Juliane ihre Erfahrungen als Stylistin bei brands4friends mit uns. Hier bekommst du einen kleinen spannenden Einblick in das letzte Spring-Shooting. Viel Spaß!

Dass das gebuchte Model womöglich krank werden könnte, ein eingekaufter Schuh nicht passt oder ein Sakko zu schmal ist, ist alles schon vorgekommen.

 

Kannst du uns kurz deinen Job beschreiben?

Wir kennen uns innerhalb des Teams bereits sehr gut, daher weiß ich, dass wir uns untereinander aufeinander verlassen und vertrauen können. Bei der Vorbereitung eines Shootings, ganz gleich wie groß oder klein, sollte man als Stylist auf jeden Fall ein gewisses Logistik- und Organisationstalent mitbringen und sich auf alle Eventualitäten einstellen. Dass das gebuchte Model womöglich krank werden könnte, ein eingekaufter Schuh nicht passt oder ein Sakko zu schmal ist, ist alles schon vorgekommen. Hier muss man schnell, flexibel und rational handeln und auf jeden Fall das nötige modische Gespür und handwerkliches Geschick haben.

 

Art Direktorin und Fotografin fotografieren Models

© brands4friends

 

Welchen Ort habt ihr euch für das Spring-Shooting ausgesucht und warum?

Für das Spring-Shooting standen wir vor der Herausforderung den Berliner Frühling auszutricksen. Da man bei Fotoproduktionen generell weit im Voraus planen und arbeiten muss, war es schwierig, in Berlin einen Ort zu finden, an dem Blumen und Pflanzen bereits blühen. Leider war es bereits in der Woche vor und auch am Tag während des Shootings sehr, sehr kalt. Bei maximal 8 Grad Außentemperatur sind wir daher in den Botanischen Garten in Dahlem geflüchtet.

 

 

…gute Stimmung ist das A und O bei einem Fotoshooting.

 

Welche Herausforderungen hattet ihr dabei?

In den verschiedenen Gewächshäusern mit klangvollen Namen wie zum Beispiel dem Mittelmeer- oder Palmenhaus waren die Temperaturen nicht nur für das Team, sondern insbesondere auch für die Models ein wenig angenehmer. Als Stylist sehe ich es nicht nur als Aufgabe, für modische Outfits zu sorgen, sondern bin ebenfalls darauf bedacht, es den Models so angenehm wie möglich zu machen. Denn gute Stimmung ist das A und O bei einem Fotoshooting. Deswegen war ich an diesem Tag dennoch auf kühle Temperaturen eingestellt, da nicht in jedem Gewächshaus sommerliche 24 Grad gegeben waren. Ski-Unterwäsche oder Wärmegürtel schaffen bei zitternden Models immer Abhilfe und lassen sich, je nach Outfit, gut darunter verstecken.

 

Model und Fotografen im botanischen Garten

© brands4friends

 

Unsere Fotografin Jennifer und ihre Assistentin Jenny standen außerdem vor der Herausforderung, in den engen Gängen des Botanischen Gartens das optimale Motiv zu finden. Gar nicht so einfach, vor allem da der Botanische Garten zu jeder Jahreszeit sehr gut besucht ist.

Die einzelnen Spots wurden bereits von den beiden im Vorhinein sorgfältig ausgesucht und in Zusammenarbeit mit dem Team, bestehend aus Styling und Grafik, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse wie zum Beispiel Farbkonzepte und Bildformate abgestimmt.

 

Leuchtende Töne, die den Betrachter aus seinem Winterschlaf wecken, in spannenden Kombinationen, wie zum Beispiel Rot und Pink oder Violett und Gelb schienen mir dabei eine gute Wahl zu sein.

 

Welche Farben und welcher Stil war euch dabei wichtig? Was hat euch zu diesem Thema inspiriert

Angelehnt an die Pantone-Farbtrends stand für mich vor allem das Thema Kontrast im Vordergrund. Da auf Grund der Location Grün als eine der grundlegenden Farben im Bild agieren würde, habe ich dunkle und matte Farbtöne sofort ausgeschlossen. Leuchtende Töne, die den Betrachter aus seinem Winterschlaf wecken, in spannenden Kombinationen, wie zum Beispiel Rot und Pink oder Violett und Gelb schienen mir dabei eine gute Wahl zu sein.

Oftmals ist es das Gesamtbild, die Strecke in sich, die für mich ein geschlossenes Ganzes ergeben sollte.

 

Grünes Blattwerk im Botanischen Garten

© brands4friends

 

Außerdem haben wir uns gemeinsam im Team mit der Bedeutung des Frühlings auseinandergesetzt. Das Thema Gartenarbeit stand hier ebenfalls im Vordergrund und wollte von uns modern umgesetzt werden. Daher haben wir zusätzliche Details mit klassischen Garten-Utensilien wie einer Gießkanne, Gartenhandschuhen, einem Spaten oder einer Schubkarre geschaffen.

 

Auf welches Foto bist du besonders stolz?

Bei mir gibt es selten ein Foto, das mein absoluter Favorit ist. Oftmals ist es das Gesamtbild, die Strecke in sich, die für mich ein geschlossenes Ganzes ergeben sollte. Das passiert meistens am Ende bei der finalen Bildauswahl, wenn man einen eindeutigen Überblick vom Ergebnis hat. Dabei ist es mir vor allem wichtig, dass jedes Bild ein neues Detail aufzeigt. Das muss nicht unbedingt durch die verschiedenen Outfits passieren. Auch ein anderer Winkel, Fotoanschnitt oder Gesichtsausdruck sorgen für neue Spannung.

Vielen Dank für das Gespräch!