To dye for: Wir lieben Batik!

Der Tag, an dem du zuletzt ein Teil im Batik-Look ausgeführt hast, ist sicherlich schon eine ganze Weile her. Die bunt gefärbten Stücke trugen viele schließlich vor allem in ihrer Kindheit oder um dem ein oder anderen Festival-Outfit einen Hauch von Leichtigkeit und Free Spirit zu verleihen. Die (Trend-)Wende kam dann jedoch im vergangenen Sommer: Seither sieht man den Batik-Look vom angesagten Bikini bis hin zur übergroßen Shopper-Tasche wieder überall.

Die Neuauflage des Kult-Musters, dessen Wurzeln übrigens in einer traditionellen indonesischen Färbe-Technik liegen, ist auch in diesem Jahr noch to dye for – insbesondere, da du mit nur wenigen Handgriffen ein ausgedientes Stück aus deinem Kleiderschrank selbst in ein begehrtes Batik-Unikat verwandeln kannst! Alles, was du dazu wissen musst, verraten wir dir hier:

Wie trägt man Batik jetzt?

Nicht nur du, auch der Batik-Trend ist erwachsener geworden: Statt knalliger Farben stehen mittlerweile zurückhaltende Töne hoch im Kurs, da sie den Look alltagstauglich machen und einfach mit dem Rest der Garderobe zu kombinieren sind. Einfarbig gebatikte Stücke in neutralen Nuancen und erdigen Schattierungen (zum Beispiel Rost, Braun oder Senf) eignen sich dabei genauso wie schwarz-weiße Batik-Kombinationen. Im Frühsommer kannst du auch zu hübschen Pastelltönen wie Babyblau oder Zartrosa greifen, die besonders gut zur Geltung kommen, wenn sie sanft miteinander verschmelzen – ganz wie das erste Eis des Jahres in der Frühjahrssonne.

Schick und bürotauglich wird der Batik-Trend durch die Auswahl edler Materialen und erwachsener Schnitte: Wie wäre es beispielsweise mit einer leicht gebatikten Seidenbluse? Wir hätten da jedenfalls einige Ideen:

Für alle, die sich herantasten wollen: Batik-Leinentasche + weiße Hemdbluse + Mom-Jeans

Für Trendsetter: Batik-Seidenbluse + enge Stoffhose + Mules

Für Mutige: Batik-Shirt im Oversize-Look + schwarze Radlerhose + Chunky Sneaker

Aber auch Home-Accessoires wie Kissenbezüge oder Wandteppiche erstrahlen aktuell wieder im Batik-Look. Es ist also höchste Zeit für ein DIY-Farbexperiment, das mit folgender Anleitung im Handumdrehen gelingt:

DIY: Wie batikt man?

Das brauchst du:

  • Kleidungsstück deiner Wahl aus Naturstoff (z.B. Baumwolle, Leinen, Seide etc.)
  • Kreppband, Gummibänder oder Paketschnur
  • Textilfarbe(n) deiner Wahl
  • Fixiersalz
  • Eimer mit Wasser (etwa 5 Liter)
  • Einweghandschuhe

Und so geht’s:

  1. Zuerst umwickelst oder umklebst du das ausgewählte Kleidungsstück mit Kreppband, Gummibändern oder Paketschnur. Die vom Band oder der Schnur abgedeckten Stellen behalten die ursprüngliche Färbung des Stoffes bei. Für Streifen wickelst du das Textil zu einer Wurst zusammen und schnürst bzw. klebst es an mehreren Stellen ein. Willst du Kreise batiken, ziehst du an der entsprechenden Stelle einen Zipfel Stoff mit den Fingern nach oben und bindest oder klebst diesen ab. Wer sich an ein wildes Muster heranwagt, formt mit dem Textil einen möglichst kleinen Ball, der dann nach Belieben mit Bändern oder Schnüren fixiert wird.
  2. Nun füllst du deinen Eimer mit Wasser: Etwa fünf Liter sollten es sein, doch genaue Angaben findest du auf der Rückseite der von dir gewählten Textilfarbe. Das Farbpulver gibst du ins Wasser und rührst gut um.
  3. Das Kleidungsstück nimmt nun für etwa eine Stunde ein ausgiebiges Bad im Farb-Eimer. Je länger du die Farbe einwirken lässt, desto intensiver ist dabei das Ergebnis. Wichtig ist, dass du regelmäßig umrührst.
  4. Danach rührst du das Fixierbad an, in welches du dein Textil für rund 15 Minuten legst.
  5. Zum Schluss entfernst du die Bänder oder Schnüre und wäschst die Farb- und Fixierreste gut aus. Nach dem Trocknen ist dein Trend-Teil dann auch schon fertig!

Don’t dye this at home!