Vom Wintertief zum Stimmungshoch

Bis Weihnachten hat die dunkle Jahreszeit meist noch ihren Charme und glänzt mit hellen Lichtern, Kerzen und kuscheliger Atmosphäre. Was danach kommt, ist meistens eine Mischung aus Dauergrau, kalten Füßen und Nicht-aus-dem-Bett-kommen. Diesen Winter setzt die aktuelle Lage noch mal besonders zu, da wir vermutlich noch mehr Zeit in den eigenen vier Wänden bringen, als wir es in der kalten Jahreszeit sowieso tun würden. Doch all das ist natürlich kein Grund für schlechte Laune, denn selbst ein hartnäckiger Winterblues findet in absehbarer Zeit ein Ende. Und in der Zwischenzeit machen wir es uns einfach schön.

Stimmungsvoll bunt

Weiße Berge, kräftiges Tannengrün mit einer pulvrigen Schneeschicht überzogen und strahlender Sonnenschein über der Winterlandschaft – so ließe es sich im Januar und Februar doch ganz gut aushalten. Die Realität, insbesondere in den Städten, heißt dann aber eher Fifty Shades of Grey, wortwörtlich genommen. Aber selbst das können wir selbst beeinflussen – zumindest mit den Farben, die wir an und um uns haben. Meistens können wir direkt bei der Wintergarderobe beginnen, die in einheitlichem Grau oder Schwarz daherkommt. Ein paar Statement-Farben erfreuen das Gemüt und bringen Abwechslung rein. Auch um uns herum können wir die Farben integrieren, die unseren Geist gezielt stimulieren. Ein leuchtender Blumenstrauß, bunte Bettwäsche aber auch farbintensives Essen sorgen mit kleinem Aufwand für große Wirkung.

So wirken die verschiedenen Farben:

  • Gelb: Optimismus, Freude, wirkt anregend, konzentrations- und kreativitätsfördernd
  • Orange: Optimismus, Lebensfreude, Selbstvertrauen, wirkt stimmungsaufhellend und strahlt Gemütlichkeit aus
  • Rot: Liebe, Leidenschaft, Vitalität, Aufmerksamkeit, wirkt aktivierend und erwärmend
  • Magenta/Rosa: Schutzfarbe, Mitgefühl, Idealismus, vermittelt Sicherheit
  • Violett: Würde, Schutz, Inspiration, unterstützt die Konzentration
  • Blau: Ruhe, Vertrauen, fördert klares Denken
  • Grün: Sicherheit, Hoffnung, wirkt beruhigend und harmonisierend

Sonnenstunden

Wie schmerzlich wir sie vermissen – die Sonne und die Selbstverständlichkeit, mit der sie uns vor ein paar Monaten noch auf den Bauch schien. Im Winter heißt es dann: drinnen bleiben und das Licht anschalten. Denn Tageslicht ist hierzulande meist Mangelware zwischen Oktober und März. Dennoch können wir hier etwas nachhelfen und beispielsweise mit einer Tageslichtlampe ein klein wenig künstliche Sonne tanken. Ein echter Tipp für alle, denen es im Winter besonders schwerfällt, aus dem Bett zu kommen: Tageslichtwecker können wahre Wunder bewirken. Je nach Modell eignen sie sich auch als Tageslichtlampe und sind uns damit deutlich lieber als die schrille Variante, die uns im Bett hochschrecken lässt.

Schritt für Schritt

Für alle, die das fehlende Licht besonders stark spüren, sind regelmäßige Spaziergänge unerlässlich. Auch, wenn es draußen kalt und grau ist, bekommen wir dennoch eine Ladung Frischluft und der Körper neue Kräfte durch die Bewegung. Die berühmten 10.000 Schritte am Tag sind derzeit in aller Munde – ob es wirklich rund 6,5 km sein müssen, die wir dabei zurücklegen, ist umstritten. Klar ist aber, dass tägliche Bewegung einen erheblichen Einfluss auf die physische und mentale Gesundheit haben.

Wer seine Umgebung in den letzten Monaten schon gründlichst abgeklappert hat, bekommt in unserem Artikel zum perfekten Spaziergang vielleicht ein paar neue Perspektiven auf altbekannte Wege mit. Unser Tipp: Nimm die Jahreszeiten mit all ihren Besonderheiten wahr. Besonders in der Natur bekommt jeder Fleck je nach Saison und Witterung ein anderes Gewand.

Zeit nehmen – und nutzen

Dieses Jahr ist wie dafür gemacht, sich Zeit zu nehmen. Und damit sind nicht die unliebsamen Projekte gemeint, die man schon seit Monaten (oder sogar Jahren?) vor sich herschiebt. Sondern ganz besonders jene Hobbies und Interessen, für die sonst keine Zeit zu sein scheint. Fülle die Zeit mit den Sachen, die dir wirklich Freude bringen, ganz unabhängig davon, ob diese Aktivitäten einen bestimmten Zweck erfüllen. Viel zu häufig meinen wir, unsere Zeit mit vermeintlich sinnvollen Aufgaben verbringen zu müssen. Die Frage ist natürlich: Was ist sinnvoll? In unseren Augen immer das, was dir am meisten Freude und Entspannung bereitet.

Lichtblicke schaffen

Natürlich spiegelt die entschleunigte Zeit zwischen den Jahren nicht den Alltag des Winters wider. Wer zwischen Terminen und To-Dos keine Zeit für Hobbies und schöne Beschäftigungen hat, kann ganz schön frustriert werden, wenn sich Dauermüdigkeit und Antriebslosigkeit einstellen. Umso wichtiger ist es hier, gezielt und bewusst für Highlights im Alltag zu sorgen. Schaffe dir selbst Glücksmomente, kleine Inseln, auf die du dich freuen kannst. Sei es ein Video-Call mit Freunden, ein Abend selbstgekochtes edles Dinner, bis spät in die Nacht Serien schauen und am Morgen ausschlafen oder eine Bestellung mit einem Geschenk für dich, das du dir schon lange wünschst. Frag dich, was für dich deinen Alltagstrott unterbricht und dir eine solche Insel schafft. Und je kleiner diese Glücksmomente sind, umso aufmerksamer werden wir mit der Zeit für sie.