Welcher Hauttyp bist du?

Unsere Haut ist eine Art Spiegel unserer Gewohnheiten: Mit dunklen Augenringen, Pickelchen oder gar einem Sonnenbrand zeigt sie uns sofort, wenn wir in Sachen Pflege, Ernährung oder Schlaf mal wieder ein wenig nachlässig waren. Umso wichtiger ist eine gute Pflege-Routine, die unseren Teint im Alltag unterstützt – denn schließlich haben wir ja nur eine Haut und die begleitet uns ein Leben lang. Je nachdem, welchem Hauttyp wir entsprechen, können unsere Bedürfnisse dabei ganz unterschiedlich ausfallen:

Du hast trockene Haut, wenn …

… dein Teint eher feinporig ist und nicht glänzt

… deine Haut schnell spannt oder juckt

… sie sich hin und wieder schuppt und zu rauen Stellen neigt

Trockene Haut entsteht zumeist dadurch, dass deine hauteigene Fett- und Feuchtigkeitsregulation gestört ist. Damit bist du zwar vor Pickeln und Unreinheiten gefeit, neigst dafür allerdings zu rauen und schuppigen Hautstellen. Um den Teint auszugleichen, braucht es daher eine Pflege, die einen zusätzlichen Feuchtigkeits- und Lipid-Boost bietet: Reichhaltige und cremige Texturen polstern deinen Teint auf und beugen trockenen Partien vor.

Zusätzlich lohnt es sich, in ein Hautöl oder ein feuchtigkeitsspendendes Serum zu investieren: Sowohl Öl als auch Serum werden unter der eigentlichen Pflege aufgetragen und sorgen dafür, dass die nährenden Pflegestoffe optimal in die Haut eindringen können. Zur Reinigung greifst du am besten auf eine beruhigende Abschminkmilch oder -creme zurück, die deine Haut sanft von Make-up und Schmutz befreit, ohne dabei trockene Hautpartien zu reizen.

Deine Haut ist sensibel, wenn …

… sie schnell auf äußere Reize oder neue Produkte reagiert

… sie zu Rötungen neigt und schuppt

… Entzündungen keine Seltenheit sind

Zählt deine Haut zu den Sensibelchen, reagiert sie empfindlich auf äußere Reize wie UV-Strahlung, Heizungsluft oder bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten. Der Schlüssel zu einem ebenmäßigen und gesunden Teint ist in diesem Fall ein ausgeklügeltes Pflege-Programm, das die Hautschutzbarriere stärkt und dabei auf aggressive Inhaltsstoffe verzichtet.

Achte darauf, Alkohole oder Duftstoffe aus deiner Pflege-Routine auszuschließen und greife stattdessen zu beruhigenden und natürlichen Beauty-Boostern wie Aloe Vera, Kamille oder Rosenwasser. Zusätzlich ist eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor Pflicht – so verhinderst du nicht nur Falten, sondern schützt deine Haut auch vor Irritationen. Reichhaltige Masken, einmal wöchentlich angewandt, helfen, den Teint zusätzlich zu beruhigen und auszugleichen. Höchste Vorsicht ist bei mechanischen Peelings geboten: Diese können empfindliche Haut zusätzlich reizen und Rötungen hervorrufen. Achte daher auch hier auf Produkte mit milden Inhaltsstoffe und verwende sie höchstens einmal monatlich.

Du hast normale Haut, wenn …

… deine Haut nicht spannt oder fettet

… sie von Natur aus strahlt und gesund aussieht

… sie unkompliziert ist und viele Produkte verträgt

Normale Haut ist, zugegeben, etwas unkomplizierter als die anderen Hauttypen, benötigt jedoch trotzdem ein gutes Pflegeprogramm, damit das auch so bleibt. Eine leichte Feuchtigkeitspflege sowie eine reichhaltigere Creme für die Augenpartie sind hier die Basics einer gelungen Beauty-Routine. Abends hilft ein Mizellen-Reinigungswasser, deine Haut von Schmutz oder Make-up zu befreien, sodass sie atmen kann und Pickel und Unreinheiten gar nicht erst entstehen.

Ein- bis zweimal wöchentlich lohnt sich ein mildes Peeling, das abgestorbene Hautschüppchen entfernt – so kann deine Haut mit der Sommersonne um die Wette strahlen!

Deine Haut ist fettig, wenn …

… sie über den Tag hinweg ölig glänzt

… sie zu Unreinheiten neigt

… viele erweiterte Poren erkennbar sind

Fettige Haut produziert Talg im Überschuss; dieser verstopft die Poren und lässt dunkle Mitesser und Pickel sprießen. Daher ist es wichtig, dass du dein Gesicht morgens und abends gründlich mit einem milden Waschgel reinigst, sodass deine Poren von Schmutz und Talg befreit werden. Obwohl dein Teint glänzt und nachfettet, ist eine Feuchtigkeitspflege Pflicht. Diese stärkt die Hautschutzbarriere und verhindert damit weitere Entzündungen. Achte hier aber unbedingt auf die Textur: Statt fetthaltiger Salben und Cremes sind besonders leichte und gelartige Produkte gefragt, die deine Haut atmen lassen. Der Zusatz „nicht komedogen“ verrät dir, dass du das jeweilige Produkt bedenkenlos benutzen kannst, da es die Poren nicht verstopft.

Achte außerdem ganz bewusst darauf, dir nicht ständig ins Gesicht zu fassen: Auf deinen Fingern tummeln sich Bakterien, die Entzündungen auslösen und verstärken können. Aber auch dein Handy oder deine Kissenhülle sind potenzielle Keim-Herde und damit Pickel-Auslöser. Tägliches Desinfizieren bzw. Auswechseln kann dementsprechend wahre Wunder bewirken.

Du hast Mischhaut, wenn …

… deine T-Zone glänzt und fettet

… dein Wangenbereich schnell austrocknet

… sowohl schuppige Stellen als auch Unreinheiten auftreten

Bei Mischhaut ist sozusagen Patchwork-Arbeit gefragt: Da hier mehrere Hauttypen aufeinandertreffen – fettige Haut in der T-Zone und trockene bis normale Haut im Wangenbereich – reicht eine Pflege meist nicht aus, um den Teint zu besänftigen. Deshalb lohnt sich die Investition in eine reichhaltigere Creme für die Wangen- und Augenpartie sowie eine leichtere Pflege für die T-Zone. Sind die Unterschiede nur schwach ausgeprägt, kannst du auch eine Kombi-Creme speziell für Mischhaut verwenden.

Ähnlich wie bei fettiger Haut solltest du dein Gesicht morgens und abends waschen. Hier sind vor allem milde Waschcremes gefragt, welche die Wangenpartie nicht austrocknen. Mit einem Gesichtswasser kannst du anschließend noch einmal die T-Zone entfetten, um Unreinheiten vorzubeugen. Einmal wöchentlich ist außerdem Multimasking gefragt: Hierbei werden verschiedene Gesichtsmasken auf die unterschiedlichen Hautpartien aufgetragen, sodass jede genau das bekommt, was sie braucht.