Wintermagie – Lass dich verzaubern

Wir erleben gerade eine Zeit, in der wahrscheinlich jeder auf seine Weise etwas genauer hinsehen darf, um die erfreulichen Augenblicke und schönen Details im Alltag zu entdecken. Das heißt aber nur, dass sie vielleicht etwas weniger offensichtlich und weniger leicht zu finden sind als unter gewohnten Umständen. Wir haben dir hier ein kleines bisschen Winterzauber zusammengetragen und wollen hier einen Fokus darauf richten, wo sich gerade die kleinen magischen Momente des Tages verstecken.

Mehr helle Stunden

Viele von uns hat die Winterschlafphase voll erwischt, wir kommen kaum aus dem Bett und fühlen weniger Energie, vielleicht auch weniger Produktivität. Vor Sonnenaufgang ist nicht viel los mit Vitalität. Das ist absolut keine Schande bei einem Tagesablauf momentan, der mitunter wenige wirklich beflügelnde Situationen bereithält. Die gute Nachricht ist: Wir wenden uns langsam wieder dem Licht zu. Schon vor 8 Uhr ist es nun schon wieder hell und auch die Abende werden langsam, aber sicher wieder etwas freundlicher. Jeden Tag dabei zuzusehen, wie wir etwas mehr Licht bekommen, kann dem Optimismus auf die Sprünge helfen.

Ein kleines bisschen mehr Ruhe

Ja, Home Office, wir geben es zu: Die rosarote Brille ist weg, die erste Phase der Verliebtheit haben wir längst hinter uns gelassen und den verklärt-romantischen Blick auf deine kleinen Eigenheiten ebenso. Aber immerhin: Home Office erspart uns den Arbeits- und Heimweg durch winterliche Dunkelheit und Kälte, Hektik, Matsch an den Schuhen und triste Gesichter um uns herum. Mehr Zeit, den ersten Kaffee, Tee, Saft oder was immer dir das Aufstehen versüßt, zu zelebrieren, erstmal den Bademantel überzuwerfen und für einen Moment in Ruhe zu überlegen, was als nächstes kommt.

Blumen im Haus

Zugegeben, bis alles blüht, gehen noch ein paar Wochen hin. Dem lässt sich mit Blumen im Haus aber ein wenig vorgreifen: Zarte oder volle Blütenfarben bringen gute Laune in dein Zuhause. Ganz gleich, ob du Blumensträuße magst oder deine Wohnung gern in ein Tropenhaus voller Topfpflanzen verwandelst: Solang die Äste, Beete und Grünflächen vor deiner Nase noch kahl vor sich hinschlummern, kannst du trotzdem eine kleine Ouvertüre an Lebendigkeit in deine Umgebung zaubern. Dann blüht und gedeiht es im Moment eben hinter und nicht vor deinem Fenster.

Spazieren gehen

Zugegeben, Spaziergänge benötigen mittlerweile ein bisschen Kreativität, um noch immer unser Hobby mit Hingabe sein zu können. So begleiten wir unsere täglichen Runden entweder mit unserer Lieblingsmusik, Podcasts, Gehmeditationen oder auch Gesprächen mit lieben Menschen (am Telefon oder auch als Spazierbegleiter). Die gute Nachricht ist: Nicht nur unsere tägliche Vitamin-D- und auch Sauerstoffzufuhr wird dadurch gesteigert (und beide sind gute Freunde eines starken Immunsystems), auch unser Haushalt an Glückshormonen profitiert davon: Beim Spazieren, also draußen in Bewegung sein und die Umwelt wahrnehmen, schüttet unser Gehirn Dopamin aus. Als Belohnung dafür, unsere Höhle verlassen zu haben und auf die Pirsch gegangen zu sein. So lässt es sich doch motiviert weiterspazieren!

Sonnenstrahlen einfangen

Wir könnten traurig sein, dass uns die Sonne zu dieser Jahreszeit so selten ihr schönes Gesicht zeigt. Wir könnten stattdessen aber auch jeden Sonnenstrahl, der sich heraustraut, zelebrieren und der schüchternen Sonne Mut machen, indem wir rausgehen und uns baden in jedem noch so zaghaften oder kurzangebundenen Lichtstrahl, der die Erde berührt.

Vorfreude und Pläne

Wir haben so manche Freude auf so manches schöne Ereignis im letzten Jahr aufgeschoben. Und das Aufschieben wird uns, zumindest für einen Moment, auch noch begleiten. Aber keiner hat von Aufgeben gesprochen. Ja, wir fahren auf Sicht, aber deshalb können wir uns dennoch in der Vorfreude sonnen auf die Erfüllung von kleinen Wünschen oder Lebensträumen, gemeinsam Pläne schmieden mit unseren Liebsten und für unsere eigene Vision, von Urlauben träumen und sicher sein: Das kommt alles früher oder später.

Prioritäten reflektieren

Das gute am Aufschieben und Geduld üben ist: Wir können nochmal ganz genau hinschauen, wie und mit wem wir unsere Zeit wirklich verbringen wollen. Wir können feststellen, was wir uns am allermeisten wünschen, was uns glücklich macht und welche Entscheidungen, Aspekte oder Abläufe unseres Alltags vielleicht ohne Abschiedsschmerz in der „alten Zeit“ bleiben können.

Erfolge feiern

Ja, die Tage fühlen sich im Moment manchmal an, als würde buchstäblich nichts passieren. Aber dass das nicht stimmen kann, ist auch klar: Jeden Tag hältst du mindestens dein eigenes Dasein weiter am Laufen, kümmerst dich um dich und schaffst all diese kleinen Schritte, die dafür nötig sind. Und das, obwohl gerade viele Dinge nicht möglich sind, die deinen Wohlfühl-Akku einfach wieder aufladen könnten. Also, gerade heraus: Bitte schenk dir die Anerkennung, die du verdienst. Für all das, was du hinbekommst und darüber hinaus. Wir leben unter Bedingungen, die ohne weiteres in eine Kapitulation und Sinnkrise führen könnten. Hast du aufgegeben? Nein? Dann, bitte, erkenne es an. Du machst das gut!

Dankbar sein

Ja, Dankbarkeit, ein alter Hut. Tatsächlich aber mit einem großen Effekt auf unser Gehirn: Ein Fokus auf die Dankbarkeit im Leben und das Anerkennen von positiven Aspekten in scheinbar negativen Situationen helfen unserem Gehirn bei der Produktion von Serotonin. Dieses Hormon schenkt uns Gelassenheit, Zufriedenheit und Ruhe. Probiere es aus, eine Dankbarkeitspraxis in deinen Tag zu integrieren, morgens, abends oder wann immer es sich für dich passend anfühlt. Und sollte dir absolut gar nichts an der gegenwärtigen Situation einfallen, wofür du dankbar sein möchtest, sei dankbar für die Zukunft. Stell dir den Moment vor, in dem du deine Träume verwirklichst, deine Familie und Freunde wiedersehen oder die Freiheit spüren kannst. Sei dankbar, dass du all das Schöne bald erleben wirst.